Bezirksleitertagung
Die Bezirksleitertagung bieten wir speziell für unsere Bezirksjugendleiter an. Gemeinsam mit den Bezirksvorsitzenden des Kolpingwerkes verbringen wir ein Wochenende im November in Lambach, wobei die Programmpunkte weitgehend getrennt sind.
Neben dem Austausch, der uns wichtig ist und für den wir uns genügend Zeit nehmen, gibt es auch immer einen inhaltlichen Fortbildungsteil.
2011
„Wir sind Kolping!?"
Bezirksjugendleitertagung 2011
Wir sind Kolping!? Was so einfach klingt, kann doch ganz schön kompliziert sein.
Immer wieder fragen wir uns, sind wir noch auf dem richtigen Weg, hat das was wir heute unter dem Kolpingwerk verstehen noch etwas damit zu tun, was Adolph Kolping wollte oder sich dabei dachte, als er den Gesellenverein vor mehr als 100 Jahren gründete. Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen, trafen sich vom 11.-13. November 2011 fünfzehn Bezirksjugendleiter/innen und Diözesanjugend-leiter/innen in Lambach. Die Bezirksebene des Kolpingwerkes DV Regensburg stellt die mittlere Ebene, das Bindestück zwischen Diözesan- und Ortsebene dar. Sie vereint Gruppenleiter verschiedener Kolpingsfamilien und macht eine übergreifende Arbeit vor Ort möglich. Um die gewählten Bezirksjugendleiter zu schulen und sie inhaltlich gut in ihrer Arbeit als ehrenamtliche Amtsträger zu unterstützen, findet einmal im Jahr ein Treffen statt, das neben einem Fortbildungsteil auch einen Vernetzungsteil hat. Die Referentin Lisi Maier – Landesleiterin der Kolpingjugend Bayern – führte sehr kurzweilig durchs Programm. Die Teilnehmer/innen setzten sich mit der eigenen Kolpinggeschichte auseinander und lernten neue Ansatzpunkte der Verbandsarbeit. Hier wurde besonders deutlich, dass immer wieder ähnliche Gründe für das Engagement in der Kolpingjugend fielen. Ein geschichtlicher Rückblick, in die Zeit Adolph Kolpings, ließ die Nöte der Zeit von damals erahnen. Aber was heißt das für uns heutzutage? Treffen diese Sorgen und Nöte auch auf uns heute noch zu? Nach einem Sprung in die Gegenwart setzten sich die Bezirksjugendleiter/innen mit den brisanten Themen von heute auseinander und sahen Handlungsschwerpunkte, die in der Arbeit vor Ort angegangen werden sollten. Mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Ideen wurden dazu verschiedene Projekte, Ideen oder Aktionen konzipiert, die im nächsten Schritt im internen Teil, der am Sonntag gemeinsam mit den Bezirksvorsitzenden des Kolpingwerkes Regensburg stattfand, vorgestellt wurden. Neben dem Fortbildungsteil hatten die Delegierten natürlich auch die Gelegenheit zum Austausch oder konnten sich Lösungsversuche für bestehende Probleme bei ihren Amtskollegen holen.
2010
Sicherheit im Leitungsamt - von Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Prävention (sex.) Gewalt und Versicherungen!"
Wir kennen sie eigentlich alle! Schlagwörter und Begriffe wie Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Versicherungen.
Aber was eigentlich ein so wichtiges Fundament in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist, ist meistens gar nicht so logisch. Obwohl es zwar ein Jugendschutzgesetz gibt, das die do's und don'ts
regelt, so sieht es doch mit dem Bereich Aufsichtspflicht eher mau aus. Wenige bis gar keine schriftlich fixierten Paragraphen sind dazu zu finden. Das macht die Arbeit und das Verständnis um den
Begriff Aufsichtspflicht nicht unbedingt einfacher. Das mussten auch die 14 delegierten Bezirksjugendleiter/innen der Kolpingjugend im Diözesanverband Regensburg erfahren. Als die Referentin Elke
Klick sich den Fragen der Ehrenamtlichen annahm, wurde deutlich, dass es nicht DIE Regel im Bereich der Aufsichtspflicht gibt und keinen Katalog, den man abarbeiten kann, so dass man mit 100%tiger
Sicherheit auf der richtigen Seite ist. Es ist vielmehr eine richtige Portion gesunder Menschenverstand nötig, um die Aufsichtspflicht nach bestem Wissen und Gewissen ausüben zu können. Wenn man sich
allerdings im Vorfeld ausreichend über alle Eventualitäten informiert, dann kann man schon einen Großteil an Gefahren abwenden. Bei dem Bereich des Medienschutzes verweilten die Anwesenden besonders
lang. So ist es doch in Zeiten von digitaler Fotographie und Internet gar nicht so einfach zu wissen, wen man unter welchen Bedingungen veröffentlichen darf. Und um keinen Ärger zu bekommen, sollte
man die betreffenden Personen im Vorfeld davon in Kenntnis setzen. Auch das Thema Prävention sexueller Gewalt wurde von den Anwesenden dankbar angenommen. So stellte sich heraus, dass im Umgang mit
dieser Thematik immer noch Unsicherheiten vorherrschen, die es abzubauen gilt und an deren Stelle Handlungsrichtlinien treten sollen, an die sich alle im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Tätigen
orientieren können.
Da sich Ehrenamtliche auch in diesem Bereich auskennen oder zumindest den einen oder anderen Begriff schon mal gehört haben sollten, übernahm Jugendreferentin Katrin Madl noch einen kurzen Infoblock
in diesem Bereich. Die auf den ersten Blick eher trockenen Themen wurden von den Anwesenden als bereichernd bewertet. Das lag nicht zuletzt an der Praxisnähe, die Frau Klick durch die von den
Teilnehmer/innen formulierten Fragen herstellen konnte. Neben dem Fortbildungsteil hatten die Delegierten natürlich auch die Gelegenheit zum Austausch oder konnten sich Lösungsversuche für bestehende
Probleme bei ihren Amtskollegen holen.

