Diözesanjugendkonferenz (Diko)
Die DIKO ist für uns eine der wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Alle Jugendleiter, Bezirksjugendleiter und Gruppenleiter, aber auch Interessierte aus den Kolpingjugendgruppen sind herzlich zu diesem Wochenende eingeladen. Neben einem thematischen Teil, den wir interessant und jugendgerecht gestalten, legt die Diözesanleitung der Kolpingjugend in diesen Tagen „Rechenschaft" über das vergangene Arbeitsjahr ab. Wir stellen euch die Programmpunkte und Inhalte vor, die bearbeitet oder angeboten wurden, planen mit euch kommende Angebote und Ähnliches. An diesem Wochenende habt ihr die Möglichkeit neue Anregungen einzubringen und Vorschläge zu machen. Wenn ein Amt der Diözesanleitung besetzt werden muss, wird der Kandidat von euch gewählt. Auch wichtige Beschlüsse für die kommende Arbeit werden mit euch in diesen Tagen getroffen und abgestimmt. Anmeldeschluss ist vier Wochen vor der Konferenz. Wann die nächste DIKO stattfindet, könnt ihr im Bereich Termine entnehmen.
2012
Damals Kolping - heute wir
Kolpingjugend stellte Diözesankonferenz unter das Thema Kolping und testet unter anderem gemeinsam mit alten Menschen XXL-Spiel für Generationen-Projekte
Regensburg/Waldmünchen, 27.- 29. April 2012. „Wir sind Kolping!" Das ist das Schwerpunktthema, das sich die Kolpingjugend DV Regensburg dieses Jahr auf die Fahne schreibt. Nicht verwunderlich, dass die Diözesankonferenz unter dem Thema „Im Visier – damals Kolping, heute wir!" stand.
Den Auftakt bildete die Arbeit in Tischgruppen, in denen sich die 70 Delegierten der Kolpingjugend DV Regensburg mit unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Jugendarbeit, Kolping als Verband, demografischer Wandel, Arbeitswelt, Religion, Umwelt / Nachhaltigkeit, Internationales und Gesundheit auseinandersetzten. Bei der Auswahl dieser Themen lag der Augenmerk darauf, einen Bezug zur Kolpingarbeit herzustellen. „Wo ist Kolping in 10 Jahren? – Was würdet ihr am liebsten verändern?", „Wo ist „Bio" sinnvoll und wo nicht?", „Wer pflegt uns, wenn wir alt sind?", „Wie kann man Löhne und Gehälter gerechter verteilen?" waren nur einige Fragen, die in Kleingruppen engagiert von den Teilnehmern diskutiert wurden.
„Eine tolle Idee, sich mal mit solchen Themen auseinanderzusetzen", so eine Teilnehmerin.
Um das Thema „Kolping" inhaltlich gut rüber zu bringen hat das Vorbereitungsteam verschiedene Workshops für die Teilnehmenden entwickelt, die sich alle - in Anlehnung an die Imagekampagne des Kolpingwerks Deutschlands – um die Themenfelder „Freude", „Begeisterung", „Gottvertrauen", „Tatkraft", „Mut" und „Verantwortung" drehten.
Im Workshop „eine Jeans geht auf Reisen - eine Welt und fairer Handel" lernten die Delegierten, welchen Weg ein Kleidungsstück zurücklegt, um bei uns für wenig Geld verkauft werden zu können und ob dann die niedrigen Preise noch gerechtfertigt sind. Glaube als Abenteuer konnte erlebt werden bei einem Workshop, in dem viele verschiedene Methoden für die eigene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt und ausprobiert wurden. Auch konnten sich die Delegierten Anregungen für ihre Gruppenarbeit holen, wenn sie den Workshop „Kolping entdecken – die unbekannte Seite unseres Gesellenvaters" besuchten. Es gab aber auch einen Theater- und Kochworkshop. Gemeinschaft und Miteinander der Generationen konnten die Jugendlichen im Workshop „ganz jung. ganz alt. ganz ohr" erleben. Dazu gab es am Vormittag die Möglichkeit einen Alterssimulationsanzug zu testen und so zu erfahren, wie sich alt sein anfühlt. Nachmittags war die Gruppe dann im BRK Wohn- und Pflegeheim Waldmünchen zu Gast. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern setzten sich die Delegierten rund um einen Riesen-Spielplan aus LKW-Plane. „Ganz Ohr – das Spiel" wurde vom Bayerischen Sozialministerium entwickelt, um junge und ältere, auch pflegebedürftige und demenzkranke Menschen spielerisch ins Gespräch zu bringen. Es ist zugeschnitten auf die Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern wie von älteren Menschen. Beim vergnügten, spannenden Spiel in altersgemischten Teams entdeckten Jung und Alt: Nur wenn beide Generationen ihre Stärken gemeinsam einsetzen, können sie gewinnen. Diese Grundsätze und Workshop-Eindrücke sollen die Delegierten für ihre generationenübergreifende Arbeit und Gruppenleiter/innen/tätigkeit als Anregung mit in den Alltag mitnehmen können.
Den Abschluss dieses Nachmittags bildete ein Gottesdienst mit Diözesanpräses Harald Scharf, der unter dem Motto „Lebe in Fülle – fülle dein Leben" stand und allen Anwesenden aufzeigte, welche Dinge im Leben wichtig sind und welche nicht. „Es ist schon ein faszinierender Anblick, wenn alle Kolpingbanner beim Gottesdienst wehen und alle Anwesenden in den Farben von Kolping gekleidet sind. Da merkt man erst, wie großartig unsere Gemeinschaft ist", so Anton Zagler, Diözesanjugendleiter der Kolpingjugend.
Harald Scharf wurde offiziell im Rahmen seiner letzten DIKO von allen als Präses verabschiedet und die Konferenz bedankte sich mit einer Laudatio und einem Geschenk für die letzten 18 Jahre und dafür, dass die Jugend immer einen sehr hohen Stellenwert bei ihm hatte. Bei der abendlichen Party, wurde Anna Rettinger für ihre Arbeit als Diözesanjugendleiterin verabschiedet und geehrt.
Bei den Wahlen im Konferenzteil, wurde Kerstin Dietzinger aus der KF Eggenfelden als Nachfolgerin von Anna gewählt. Die anderen Diözesanjugendleiter/innen Sebastian Fröhlich (KF Gosseltshausen), Stefanie Plötz (KF Frontenhausen), Daniel Schneider (KF Beratzhausen) und Anton (Ace) Zagler (KF Gosseltshausen) wurden in ihrem Amt per Wiederwahl bestätigt.
2011
Kolpingjugend DV Regensburg setzt auf musische Bildung und Bewegung
Jugendliche drücken ihre Stimmungen, Emotionen oder ihre allgemeine Lebenslage oft durch Musik aus. Ihre Lebenswelt ist fest mit der Welt der Musik verankert. Kaum ein Jugendlicher ohne
Lieblingsband- oder Interpreten und tragbare Musikwiedergabegeräte sind schon lange nicht mehr von dieser Zielgruppe wegzudenken. Die Kolpingjugend DV Regensburg nahm diese Tatsache zum Anlass, um
bei der diesjährigen Diözesanjugendkonferenz vom 08. - 10. April 2011 in Windberg das Thema Musik auszuwählen. Hauptaugenmerk lag dabei darauf, Musik nicht nur passiv zu konsumieren, sondern vor
allem Methoden und Ideen zu bekommen, wie man als Gruppenleiter vor Ort, dieses Thema z.B. in einer Gruppenstunde umsetzen kann. Dabei waren Workshops, die am Samstagvormittag angeboten wurden eine
gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, was alles in diesem Bereich möglich ist. So konnten die ca. 70 Teilnehmer/innen zwischen verschiedenen Angeboten wählen. Beim
Musikinstrumentebasteln aus Alltagsgegenständen erfuhren sie, wie melodisch eine Erdnussdose sein kann. Ein weiterer Referent zeigte den Teilnehmer/innen wie einfach es ist, mit Kindern und
Jugendlichen selber Musik am Computer zu erzeugen. Auch kam die Bewegung nicht zu kurz. Bei fetzigen Rhythmen konnten die Mädchen und Jungen zeigen, wie bewegungsfreudig sie sind.
Ideen, auf welche Art und Weise bei Kindern und Jugendlichen Takt- und Rhythmusgefühl gefördert und Arm- und Beinkoordination ausgebaut werden kann, bekamen die Gruppenleiter/innen im Workshop
„KlangKörper - KörperKlang - Bodypercussion".
Bei einem Planspiel zum Thema Musik, das am Nachmittag stattfand, wurden die Methoden, Übungen und Angebote erweitert und ergänzt, so dass die Teilnehmer/innen des Wochenendes einen gut gefüllten
Methodenrucksack mit nach Hause in ihre Gruppenarbeit nehmen konnten.
Jugendgerechtes Heranführen an politisches Denken und Mitreden
Satzungsgemäß fand am Sonntag dann auch der Konferenzteil statt, bei dem vor allem der Jahresbericht, der Finanzbericht und die Wahlen auf der Tagesordnung standen. Die Diözesanjugendleitung der
Kolping-jugend DV Regensburg - ein Gremium aus ehrenamtlich gewählten Vertretern der Kolpingjugend - musste auch für ihre inhaltliche Arbeit entlastet werden. Aber wie bringt man die Anwesenden dazu,
sich aktiv am Geschehen zu beteiligen und nicht alles einfach abzunicken? „Uns war es ein Anliegen, die Delegierten wieder an das politische Verbandsdenken heranzuführen. Vor allem weil es in der
letzten Zeit einen Generationenwechsel gegeben hat und viele von den Teilnehmer/innen das erste Mal auf der Konferenz dabei sind", so Diözesanjugendleiter Daniel Schneider. Aus diesem Grund hat die
Diözesanleitung einen Film gedreht, der auf jugendgerechte Art und Weise die Inhalte der Satzung erklärt. Was ist eine Personaldebatte und wer darf überhaupt wählen? Nach dem anschließenden
Jahresbericht wurden die Delegierten aufgefordert in Kleingruppen Rückmeldung zum inhaltlichen Programm zu geben. Dabei waren neben sehr viel Lob auch einige kritische Anmerkungen geäußert worden,
die die DL bei der nächsten Klausur auf der Tagesordnung haben wird.
Nachdem Josef Liedtke als Urgestein der Diözesanleitung der Kolpingjugend DV Regensburg nach sechs Jahren Amtszeit und drei Wahlperioden als DLer aufhörte, hieß es das Amt wieder neu zu besetzen. Bei
der spannenden Wahl, bei der sich gleich zwei Kandidaten aufstellen ließen, setzte sich schlussendlich Simon Filser aus der Kolpingsfamilie Bogen durch. „Das war eine der besten
Diözesanjugendkonferenzen auf der ich je war", so die Rückmeldung einer Teilnehmerin. Mit diesem Lob als Balsam für die Seele und als Ansporn für noch mehr zufriedene Kolpingjugendmitglieder startet
die Diözesanleitung bei der Klausurtagung im Mai in der neuen Teamkonstellation ihre Arbeit.

