Kulturfahrt

Die Kulturfahrt führt uns jedes Jahr in eine „kulturträchtige" Stadt, die auch für Jugendliche interessant ist. Wir erleben Kultur mal anders, jugendgerecht, spannend, interessant. In Musicals, Erlebnisausstellungen, Stadtrundfahrten und vielen anderen Angeboten wird Jugendlichen Kultur pur vermittelt. Mit der Kulturfahrt wollen wir Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr ansprechen. Anmeldeschluss ist bis zu 6 Wochen vor der Maßnahme, soweit Plätze frei sind. Wann die nächste Kulturfahrt stattfindet, könnt ihr im Bereich Termine entnehmen.

2016 - Kulturfahrt nach Ljubljana

Ljubljana, die Stadt mit dem schwierig auszusprechenden Namen, ist die Hauptstadt Sloweniens. Gleichzeitig ist sie auch die größte Stadt des kleinen Landes. Beim Nachtreffen der letzten Kulturfahrt, die bekanntlich nach Breslau ging, einigten sich die Teilnehmer darauf, dass dieses Jahr Ljubljana (im Deutschen auch Laibach genannt) das Ziel sein sollte.

Deshalb brachen am Donnerstagmorgen, den 26. Mai, 15 interessierte Jugendliche auf, um die „grüne Hauptstadt Europas 2016“ zu erkunden. Nach einer reibungslos verlaufenen Fahrt kamen die Cooltour-Fahrer am Hostel Celica an. Das besondere an dieser Unterkunft war, dass es sich dabei um ein ehemaliges Militärgefängnis handelt. Die Vergangenheit ist immer noch erlebbar, da einige Zimmer kunstvoll im Stil einer Gefängniszelle eingerichtet wurden. Einige der Teilnehmer verbrachten ihre Nächte also im wahrsten Sinne des Wortes „hinter Gittern“.

Nachdem die Zimmer aufgeteilt und bezogen wurden ging es auch schon in die Stadt. Für das Abendessen war in dem Restaurant „Druga Violina“, übersetzt zweite Geige, reserviert. Hier konnte man nicht nur zu günstigen Preisen slowenische Gerichte probieren, sondern auch ein sehr interessantes Konzept kennenlernen. Passend zu dem Namen arbeiten hier Menschen mit Behinderung im Team mit. Anschließend ließen die Kulturfahrer den Abend gemütlich in der Stadt ausklingen.

Am Freitagvormittag holte die Stadtführerin Inka die Gruppe am Hostel ab und erklärte im Rahmen der Führung viele interessante Dinge über die Altstadt und deren Gebäude. Im Anschluss daran war Zeit zur freien Verfügung. Allerdings machten sich alle Teilnehmer auf den Weg zum „Odprta kuhna“, übersetzt offene Küche, einem Essensmarkt bei dem vielerlei kulinarischer Köstlichkeiten zum Verzehr angeboten wurden. Anschließend konnte jeder die Stadt auf eigene Faust erkunden, wobei man auf dem Wahrzeichen der Stadt Ljubljana, der Burg, viele bekannte Gesichter angetroffen hat. Das Abendessen wurde in einem schönen Restaurant direkt an dem Fluss, der Ljublianica, zu sich genommen.

Nach der Rückkehr zum Hostel wurde den Cooltour-Fahrern schnell deutlich, was der Reiseführer mit dem „alternativen Viertel“, in welchem sich unser Hostel befand, meinte. Nur eine Ecke weiter traf sich eine Menge junger Menschen und feierten dort. Natürlich waren die Teilnehmer neugierig und wagten einen Besuch.

Der Samstag  wurde genutzt um auch die Umgebung kennen zu lernen. Auf dem Programm stand ein Ausflug zur Burg Predjama und zu den Höhlen von Postojna. Die imposante Burg wurde in einen Felsen gebaut und passt sich so außerordentlich gut in das landschaftliche Bild ein. Bei der Besichtigung der Burg war Mythos der uneinnehmbaren Festung. Danach stärkten sich die Teilnehmer beim gemeinsamen Picknick und genossen das  Panorama sowie den Blick zur Burg. Danach machte sich die Gruppe auf den Weg zu den Höhlen von Postojna, eine der größten Tropfsteinhöhlen der Welt. Der Zug beförderte die Teilnehmer die ersten zwei Kilometer in die Höhlen, bevor es zu Fuß weiter ging. Die Kulisse und die Ausmaße dieses Höhlensystems beeindruckten die Kulturfahrer. Am späten Nachmittag ging es für alle wieder zurück in die Stadt.

Wie bereits bei vergangenen Kulturfahrten war für den Samstagabend ein Boot gemietet. Bei gutem Essen und genügend Getränken konnten sich alle Teilnehmer stärken. Die Stimmung auf dem Boot war super. Es war ein toller Ausklang der Kulturfahrt und Abschied von Ljubljana.

Am Sonntag nach dem Frühstück musste dann leider die Heimreise angetreten werden. Alle waren sich einig, dass es auch dieses Jahr wieder eine tolle Kulturfahrt mit bleibenden Erinnerungen war. Wir freuen uns schon darauf, beim Nachtreffen diese Fahrt noch einmal nachzuerleben und sind gespannte in welches Land und die nächstjährige Cooltour führt.

 

Für den Bericht: Max Körner

2015 - Kulturfahrt nach Breslau

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Kolping on cooltour (kul´tur) in Wrocław (Breslau)

 

Am Donnerstag, den 4. Juni 2015, trafen sich 17 Jugendliche in Regensburg, um gemeinsam vier Tage lang eine Stadt zu erkunden. In zwei Kleinbussen ging es deshalb zusammen nach Breslau. Die Stadt, die auf Polnisch Wrocław heißt, wurde am Nachtreffen der letztjährigen Kulturfahrt als nächstes Ziel festgelegt. Wrocław ist mit den 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens.

Bevor es über die die Deutschlandgrenze ging, machte die Gruppe einen kurzen Zwischenstopp in Görlitz. Dort konnte man sich die Füße vertreten, zu Mittag in einem kleinen Café einkehren oder die wunderschöne Altstadt mit der Kathedrale besichtigen.

Am frühen Abend kamen die zwei Kleinbusse dann in Wrocław an. Kurz im Hostel eingecheckt, und schon ging es in die Innen-/Altstadt zum gemeinsamen Abendessen. Auf dem Weg dorthin hielten die Cooltour-Fahrer bereits Ausschau nach bestimmten Attraktionen der Stadt - den Breslauer Zwergen. Insgesamt sind von diesen Zwergen über 250 Stück in der ganzen Stadt verteilt. Vom Pizzazwerg über den Gefängniszwerg bis hin zum Papazwerg ist alles dabei.

Am nächsten Tag wurden die Teilnehmer der Kulturfahrt zum Stadtspaziergang abgeholt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt standen dabei auf dem Programm. Dazu gehören natürlich die Dominsel mit dem dazugehörigen Dom, die Universitätsinsel mit der Aula Leopoldina und die Altstadt. Wrocław wird auch das „Venedig Polens“ genannt, da die Stadt wegen ihrer Lage an der Oder und den Nebenflüssen aus mehreren Inseln besteht und deswegen so viele Brücken hat. (Obwohl die Einwohner sich selbst nicht auf die genaue Anzahl der Brücken einigen können :) )

Nach der Stadtführung hatten die jungen Leute Zeit zur freien Verfügung. Mittags ließ sich so Mancher das polnische Essen wie Wurst oder Bigos schmecken. Einige besuchten den Zoo, andere den alten jüdischen Friedhof. Manche bummelten auch durch den Jahrmarkt in der Altstadt, der dieses Wochenende dort stattfand. Am Abend trafen sich dann wieder alle Cooltour-Fahrer, um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen.

Den Samstag konnten die Teilnehmer gemütlich starten, da sich die Gruppe erst mittags zu einem gemeinsamen Picknick im Grünen traf. Bei einer Brotzeit mit typisch Polnischen Lebensmitteln wie verschiedenen Wurstsorten, die zuvor in der Markthalle von Wrocław gekauft wurden, konnten es sich die jungen Leute gut gehen lassen.

Nach dem Picknick stand die Besichtigung der Jahrhunderthalle auf dem Programm. Diese Halle ist seit 2006 ein UNSECO-Weltkulturerbe. Ihre Kuppel hat eine freie Spannweite von 65 Meter Durchmesser und ist von innen sehr eindrucksvoll. Mit einer Lasershow an der Kuppel wurde noch hervorgehoben, wie beeindruckend dieses Bauwerk ist.

Mittlerweile ist es schon Brauch, den letzten Abend der Kulturfahrt mit einer Schifffahrt abzuschließen (vorausgesetzt natürlich, das nötige Wasser ist vorhanden :) ). Heuer hatte die Gruppe dafür ein eigenes kleines Schiff mit Grill nur für sich. Das war ein kleines Highlight für die ganze Truppe. Bei Fleisch, Wurst und Bier, einer tollen Aussicht, und supertollen Leuten ging die Kulturfahrt leider viel zu schnell zu Ende. In einer gemütlichen Bar klang der Abend aus.

Am nächsten Tag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von der polnischen Stadt Wrocław. Alle waren sich einig, dass es wieder eine gelungene Kulturfahrt war: hervorragendes Wetter, supertolle Leute und vor allem eine wunderschöne Stadt. Die Organisatoren Markus und Steffi bedanken sich bei den Teilnehmern, freuen sich jetzt schon auf das Nachtreffen und sind sehr gespannt, wohin es uns nächstes Jahr verschlägt, wenn es wieder heißt: Kolping on cooltour!

 

Für den Bericht: Steffi Plötz

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