Kulturfahrt

Die Kulturfahrt führt uns jedes Jahr in eine „kulturträchtige" Stadt, die auch für Jugendliche interessant ist. Wir erleben Kultur mal anders, jugendgerecht, spannend, interessant. In Musicals, Erlebnisausstellungen, Stadtrundfahrten und vielen anderen Angeboten wird Jugendlichen Kultur pur vermittelt. Mit der Kulturfahrt wollen wir Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr ansprechen. Anmeldeschluss ist bis zu 6 Wochen vor der Maßnahme, soweit Plätze frei sind. Wann die nächste Kulturfahrt stattfindet, könnt ihr im Bereich Termine entnehmen.

2011

Kulturfahrt nach Dresden oder wie der Insider sagt "Le dresden"

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Jedes Jahr veranstaltet die Kolpingjugend DV Regensburg eine viertägige Kulturfahrt. Diesmal zog es uns in die ehemalige DDR nach Dresden. Am Donnerstag, den 23. Juni hieß es früh aufstehen, denn der Treffpunkt war um 7 Uhr in Regensburg. Nachdem ein paar Einzelne unterwegs noch eingepackt wurden, war unsere kleine aber feine Gruppe von 12 Leuten perfekt. Bevor wir Dresden erreichten, machten wir einen kleinen Umweg nach Lichterfeld. Dort steht das Besucherbergwerk F60. Dieses Tagebauwerk beeindruckte uns sehr. Mit einer Führung über die Brücke, die 502 m lang, 204 m breit ist und eine Höhe von fast 80 m hat, zeigte uns ein ehemaliger Mitarbeiter die Funktion der größten beweglichen Arbeitsmaschine. Danach fuhren wir weiter nach Dresden, wo wir uns nach einem kurzen Abstecher in unserem Hostel einen ersten Eindruck über die Dresdner Altstadt verschafften. Bei einem Abendessen und anschließendem Pub-Besuch lernten wir uns alle kennen. Der Freitag wurde komplett für die Stadt Dresden reserviert. Vormittags gabs für uns eine Führung durch die Altstadt. Dresden hat sehr viel zu bieten, den Zwinger, die Semperoper, die Frauenkirche und vieles mehr. Nach einem gemütlichen Mittagsimbiss machten sich die Einen daran, Dresden aufs Dach zu steigen und den herrlichen Ausblick von der Frauenkirche zu genießen, während die Anderen sich ein paar Stockwerke weiter unten vom Anblick der neu restaurierten Kirche verzaubern ließen. Anschließend durften wir noch eine Führung durch die Semperoper genießen. Vor dem etwas verregnetem Abendessen hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Wir erkundeten die Neustadt, machten die Rüstungskammer unsicher oder gingen shoppen, um ein T-Shirt mit dem typischen Ampellogo zu ergattern. Am Samstag machten wir uns auf zur Bastei in Rathen im Elbsandsteingebirge (sächsische Schweiz). Unser kulturelles Highlight war dieses Jahr ein Besuch im Freilufttheater Rathen. Darum hieß es zuerst den Berg hinunter zu steigen, was konkret bedeutete Treppen runter, Treppen runter und Treppen runter. Die Theatergruppe spielte "Unser Freund Wickie". In der Geschichte ging es mal wieder um den kleinen Wickinger, der durch seine fixen Ideen seine Landsleute rettet. Durch die tolle Aussicht und das lustige Theater verging die Zeit wie im Flug. Nach dem Schauspiel mussten wir natürlich wieder rauf auf dem Berg. Aber durch die tollen Aussichtspunkte und den Resten der Burganlage vergaßen wir die Anstrengung und "alberten" uns hoch. Bei der Heimfahrt hielten wir an einem einladenden Brauhaus zum Abendessen. Bei gutem Essen und Trinken hatten alle eine Menge Spaß. Fast wurde auch gleich geheiratet, aber die Braut und der Bräutigam machten in letzter Sekunde einen Rückzieher. Aber auch der lustigste Abend geht mal zu Ende und so hieß es am nächsten Tag schon wieder einpacken und ab in Richtung Regensburg. Nach dem Frühstück im Hostel, das jeden Tag ausgesprochen gut war, fuhren wir nach Flossenbürg in das ehemalige Konzentrationslager. In dem Arbeitslager in dem ca. 15 000 Männer im 2. Weltkrieg sterben mussten, bekamen wir eine Führung durch die Anlage und das heutige Dokumentationszentrum. Die Berichte über die Gräuel und Schikanen, die die Häftlinge ertragen mussten, machten uns sehr betroffen und wir alle hoffen, dass so etwas nie wieder möglich sein wird. Als wir wieder am Parkplatz ankamen hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Alle waren sich einig, das Dresden eine wunderschöne Stadt ist, wir viel Spaß hatten, neue Freunde gefunden haben und uns hoffentlich nächstes Jahr wieder sehen. In Kurzform gesagt: eine absolut gelungene Kulturfahrt.

2010

Smolenice, Brimsen und Sauerkraut!

Am 03.06.2010 um 7.00 Uhr morgens machten sich 16 Kolpinger fast pünktlich auf den Weg nach Bratislava. - Bratislava?!? Wo oder was ist eigentlich Bratislava? Ein kleines, galisches Dorf... - nein - eine europäische Hauptstadt in Osteuropa. Die Hauptstadt der Slowakei - bekannt für Slibowitz, Sauerkraut und Brimsennocken!

Aber nicht so schnell. Unsere Kulturfahrt, bei der wir uns einmal jährlich auf den Weg machen, um ein Stück Europa zu entdecken, führte uns zunächst nach Wien zum Schloss Schönbrunn, vor dem wir eine inesartige Begegnung hatten.

In Bratislava erkundeten wir am ersten Abend die Kneipen und hatten ausgiebig Zeit, uns gegenseitig zu beschnuppern, einige Neue waren nämlich erfreulicherweise auch wieder mit dabei.

Die Stadtführung am Freitagvormittag gab uns viele Einblicke in die bewegte Geschichte der Stadt Pressburg - der frühere Name Bratislavas. Neben den Fakten bekamen wir aber auch viele Anekdötchen zu hören, die der Führung die nötige Würze verliehen. Die für den Nachmittag geplante Bootsfahrt auf der Donau zum Devin-Castle fiel buchstäblich ins Wasser, da kein Schiff aufgrund des hohen Wasserpegels fuhr. Kurzerhand disponierten wir um und traten eine Busfahrt zur weitläufigen Burg an. Diese erkundeten wir zu Fuß und genossen das traumhafte Wetter, auf das wir alle schon seit Monaten gewartet hatten.

Abends waren wir echt sportlich und bestiegen den Burgberg, 85 Meter über der Donau. Dort bildeten wir uns in Sachen Witzen fort und hatten eine Menge Spaß.

Gleich morgens kauften wir am Samstag Sachen für unser Picknick und fuhren dann nach Smolenice, einen Ort, dessen Name allein schnell Stürme der Begeisterung in unserer Truppe hervorrief! Auf einer Wiese unterhalb der Dviny-Höhlen genossen wir die Sonne während des Essens und besuchten anschließend die größten und schönsten Tropfsteinhöhlen der Kleinen Karpaten.

Die Möglichkeit einer Weinprobe muss man in dieser Gegend ja fast nutzen und so fuhren wir nach Sväty Jur und verköstigten einige Sorten. Die nötigen Hintergrundinfos wurden im Weinkellerambiente ebenfalls mitgeliefert. Alternativ dazu schlürften einige der Gruppe Eisbecher und jeder kam so voll auf seine Kosten. Vielleicht war die südöstliche Lebensart der Grund, warum unsere Essensreservierung in Slovensky Grob nicht ihren Bestimmungsort erreichte - jedenfalls fanden wir schnell eine Alternative für´s Abendessen und landeten in einem netten Innenhof am Stadtrand von Bratislava. Auch hier wurden wir wieder von allerlei slawischen Köstlichkeiten verwöhnt und ließen unseren letzten Abend in Pressburg später in verschiedenen Kneipen ausklingen.

Auf dem Rückweg machten wir Zwischenstopp im Kloster Melk. Hier gab es auch die Möglichkeit am Mittagsgebet teilzunehmen.

Und nach leider nur vier Tagen kehrten wir zum Ausgangspunkt nach Regensburg zurück!

Fazit: Auf jeden Fall wissen wir jetzt was Bratislava heißt! - Brimsennocken, Speck, Spaß, Kraut und eine Stadt, für die es sich lohnt, Wien links liegen zu lassen!