Brasilien-Workcamp

vom 14.08. bis 03.09.2017

Seja bem-vindo no Brasil!...

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…so lauteten die ersten Worte, mit denen wir am Flughafen in São Paulo von unserer brasilianischen Kolpingsfamilie herzlich begrüßt wurden. Es folgten viele Umar-mungen, Beijinhos und erste brasili-anische Worte wie „Olá, tudo bem?“, die wir im Vorbereitungstreffen gelernt hatten. Auch wenn die Verständigung hauptsächlich mit Händen und Füßen vonstattenging, so waren uns unsere Gastgeber sofort sehr sympathisch. Nach einer für uns recht abenteuerlichen Autofahrt durch die Millionenstadt São Paulo, in der Stau und wild hupende, überholende Motorräder anscheinend zur Tagesordnung gehören, kamen wir in Osasco und der Kolpingsfamilie São José an. Dort wurden wir mit brasilianischem Frühstück und Kaffee in Empfang genommen – wobei die Betonung beim Kaffee eher auf „Zucker mit Kaffee“ liegt – und konnten uns von der Einrichtung sowie dem Fußballplatz, dem wir neuen Glanz verleihen sollten, ein erstes Bild machen. Auch mussten wir sehr bald feststellen, dass der brasilianische Winter, den wir in Deutschland noch mit einem Kopfschütteln und einem „so schlimm kann es schon nicht werden“ abgetan hatten, nicht zu unterschätzen ist. Statt wie erhofft T-Shirt und kurzer Hose wurde aus vielen Koffern mit leichter Verzweiflung erstmal wärmere Kleidung gekramt. Siesta bei 30 Grad und Sonnenschein waren vorerst gestrichen. Auch von Paulo und seiner Tochter Jessica – den brasilianischen Organisatoren unseres Austausches – wurden wir offiziell und mit allen Würden herzlich empfangen. Anschließend gab es zum ersten Mal typisch brasilianisches Essen: Reis, Bohnen und Fleisch. Nachdem wir mehr als ausreichend versorgt waren, stand als erster Programmpunkt der Besuch beim Bürgermeister von Osasco – einem Stadtteil von São Paulo – an. Anschließend ging es weiter zu einem der Stadträte, der von uns liebevoll „Quetschen-Sepp“ getauft wurde. Er trug ununterbrochen und  mit großem Stolz den Hut des angeblich berühmtesten Akkordeonspielers der Welt. Diesen hatte er zu seinem Markenzeichen als Stadtrat erkoren, was für uns sehr ungewohnt, aber durchaus erheiternd war. Zu Ehren unseres Besuches wurde auch Martin, unserem Gruppenorganisator, feierlich ein solcher Hut (in Portugiesisch „Chapéu“) als Geschenk übergeben. Dieser Hut führte zu vielen Späßen und Heiterkeit während unseres gesamten Aufenthaltes in Brasilien und wird definitiv in Erinnerung bleiben!  Am Ende des Tages, nach unzähligen Fotos und Händeschütteln, durften wir uns ein bisschen erschöpft darauf freuen, unsere Gastfamilien, bei denen wir die nächsten zwei Wochen verbringen würden, endlich kennenzulernen.

 

Voller Motivation starteten wir am folgenden Tag unser Projekt „Der Fußballplatz muss schöner werden“. Um vernünftig arbeiten zu können, wurden eine Flexmaschine  sowie ein Schlagbohrer von unserem Kolping-Budget besorgt. Der Platz musste nicht nur neu gestrichen werden, sondern bedurfte vor allem einer gründlichen Ausbesserung des Bodens, der über die Jahre viele Risse und Löcher erlitten hatte. Auf Gruppen verteilt wurde damit angefangen, die alte, rostige und blättrige Farbe von den Fußballtoren zu schleifen, den gesamten Platz zu kehren und die Löcher und Risse mit dem Bohrer auszuhöhlen und von verbleibendem rissigen Beton zu befreien, um diese später ordentlich auffüllen und ausbessern zu können. Leider wurde unser Tatendrang ausgebremst, nachdem es nach kurzer Zeit ordentlich anfing zu regnen. Es blieb nicht bei einem kurzen Schauer, sondern regnete und tröpfelte über die nächsten Tage hinweg fast durchgängig. Dies be- und verhinderte die Fortsetzung unserer Arbeit am Fußballplatz beträchtlich. Alternativ wurden wir damit beauftragt, die Bibliothek, die unter Staub und durchhängenden Regalen litt, auf Vordermann zu bringen, womit wir einige Zeit beschäftigt waren. Tagsüber verbrachten wir während der nächsten zwei Wochen die meiste Zeit bei Kolping, während das Abendprogramm von unseren unfassbar lieben Gastfamilien und Geschwistern gemeinschaftlich bestimmt wurde. So trafen wir uns beispielsweise zum Barbecue (bras. „churrasco“) oder gingen aus, um etwas in einer Bar zu trinken. Auch wenn eine gewisse sprachliche Barriere weiterhin bestehen blieb, da weder wir Portugiesisch noch die Brasilianer Deutsch sprachen, so machte die unglaubliche Gastfreundschaft, Offenheit und das Interesse der Brasilianer an uns und unserer Kultur alles wieder gut! Katharina, die Einzige aus unserer Gruppe, die auf Grund eines Studienaufenthalts fließend Portugiesisch sprach, hatte alle Hände voll mit Übersetzungen zu tun, da uns die Brasilianer viel zu erzählen und zu zeigen hatten. Aber auch Bilder und Google Translate trugen zur besseren Verständigung bei, und wenn aus „alegria“ (Freude) aus Versehen doch mal missverständlicherweise „alergia“ (Allergie) wurde, führte dieses Missgeschick zu einem herzlichen Lacher auf beiden Seiten.

 

Das Wochenende gehörte den Familien, wobei auch hier viel mit anderen Gastfamilien gemeinsam unternommen wurde. Während die einen ihr Wochenende auf der Finca im Landesinneren verbrachten, wurde den anderen der Früchtegroßhandel von São Paulo – Verkostung sämtlicher tropischer Früchte selbstverständlich  inklusive – gezeigt. Samstagabend ging es dann gemeinsam ins Sambadrom, wo wir die brasilianischen Tanzkünste und die farbenprächtigen Kostüme für den kommenden Karneval bewundern durften. Den gesamten Sonntag verbrachten wir mit den von Kolping betreuten Familien. Das Tagesprogramm beinhaltete ein kleines, von den Kindern vorgetragenes Theater über die Familie, ein gemeinsames Mittagessen und einen Gottesdienst. Dazwischen wurden unsere aus Deutschland mitgebrachten Spiele getestet und vor allem das Schwungtuch sowie das Wikingerspiel für gut befunden.

In die neue Woche starteten wir mit einer City Tour durch São Paulo. Mit dem Reiseführer in der Hand und Paulo als Tourguide lernten wir den Stadtkern von São Paulo sowie den Fruchtmarkt mit typischem Lunch – einer Mortadellasemmel, oder wohl eher viel Mortadella mit wenig Semmel – kennen. Wohlbehütet schlenderten wir anschließend durch die Avenida 25, welche als billige Einkaufsstraße bekannt ist.

Zum Programm der Woche gehörten außerdem der Besuch einer weiteren Kolpingsfamilie und deren Arbeit im Künstlerstädtchen Embu. Deren Schwerpunkt liegt im Gegensatz von Kolping Osasco nicht auf Erwachsenenbildung und Nachmittagsbetreuung von Schulkindern, sondern hat den Fokus speziell auf die Ganztagsbetreuung von Kleinkindern zwischen fünf Monaten und drei Jahren gelegt. Dieser Exkurs war äußerst interessant und gab einen wertvollen Einblick in ein weiteres brasilianisches Kolping-Projekt.  

 

Am Mittwoch konnten wir, nachdem es bis dahin sehr regnerisch war, endlich unser Projekt Fußballplatz fortführen, welches mittlerweile unter Zeitdruck stand und bis Donnerstagabend fertig werden musste! Die Risse und Löcher wurden mit Beton gefüllt, während an anderen Stellen bereits mit den Malerarbeiten begonnen wurde. Mit Hilfe des Hausmeisters und einiger freiwilliger Jugendlicher von Kolping schafften wir es tatsächlich, den Fußballplatz so gut wie fertig zu stellen. Pünktlich am späten Donnerstagnachmittag wurden die Pinsel zur Seite gelegt. Nun konnte unser bayerischer (Abschieds-)Abend inklusive Tracht, traditionellem Tanz, Sauerkraut und Wiener beginnen, zu dem alle Gastfamilien eingeladen waren.

Frühmorgens hieß es dann Abschied nehmen, da unsere Gruppenreise nach Rio de Janeiro und anschließend Foz do Iguaçu begann.

 

Unser Aufenthalt in Brasilien war nicht nur erlebnisreich, sondern auch inspirierend und sehr lehrreich! Sprachliche Hindernisse wurden überwunden und kulturelle Eigenschaften wurden kennengelernt und ausgetauscht. Des Weiteren mussten wir feststellen, dass die Brasilianer ganz vernarrt in Fotos sind und Facebook uns immer einen Schritt voraus war!

Unglaublich aufmerksam und für uns einfach nur goldig war es auch, dass die Brasilianer sehr viel Wert darauf legten, uns den Kaffee auf „deutsche“ Art und Weise, also Kaffee mit Milch und „sem  açúcar“ zu servieren. Auch haben wir für deutsche Verhältnisse vermutlich einen ganzen Jahresvorrat an Fleisch verdrückt. Es wurde immer besonders darauf geachtet, dass wir niemals hungrig blieben, was bei den mindestens fünf Mahlzeiten täglich inklusive Dessert „Mousse de Maracuja“ nicht besonders schwierig war.

 

Unser Fazit:

Brasilien ist ein unfassbar vielseitiges und kontrastreiches Land, dessen Bewohner unglaublich liebenswürdige Menschen sind, die an Lebensfreude und Gastfreundschaft nur schwer übertroffen werden können! Wir haben den Aufenthalt in Brasilien bei Kolping und insbesondere in unseren Gastfamilien sehr genossen! Wir würden uns freuen, wenn weitere Austausche dieser Art mit der Kolpingsfamilie Villa Sao José zukünftig stattfinden können, um auch anderen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, eine solch wundervolle Erfahrung zu machen!

Muito obrigado“ für all diese wunderschönen und unvergesslichen Erlebnisse! Dieser Austausch wird für immer in Erinnerung bleiben!

Já sentimos muita saudade de vocês e esperamos vê-los dentro de pouco tempo na Alemanha!

 

Für den Bericht: Maria Mallet

…so lauteten die ersten Worte, mit denen wir am Flughafen in São Paulo von unserer brasilianischen Kolpingsfamilie herzlich begrüßt wurden. Es folgten viele Umarmungen, Beijinhos und erste brasilianische Worte wie „Olá, tudo bem?“, die wir im Vorbereitungstreffen gelernt hatten. Auch wenn die Verständigung hauptsächlich mit Händen und Füßen vonstattenging, so waren uns unsere Gastgeber sofort sehr sympathisch. Nach einer für uns recht abenteuerlichen Autofahrt durch die Millionenstadt São Paulo, in der Stau und wild hupende, überholende Motorräder anscheinend zur Tagesordnung gehören, kamen wir in Osasco und der Kolpingsfamilie São José an. Dort wurden wir mit brasilianischem Frühstück und Kaffee in Empfang genommen – wobei die Betonung beim Kaffee eher auf „Zucker mit Kaffee“ liegt – und konnten uns von der Einrichtung sowie dem Fußballplatz, dem wir neuen Glanz verleihen sollten, ein erstes Bild machen. Auch mussten wir sehr bald feststellen, dass der brasilianische Winter, den wir in Deutschland noch mit einem Kopfschütteln und einem „so schlimm kann es schon nicht werden“ abgetan hatten, nicht zu unterschätzen ist. Statt wie erhofft T-Shirt und kurzer Hose wurde aus vielen Koffern mit leichter Verzweiflung erstmal wärmere Kleidung gekramt. Siesta bei 30 Grad und Sonnenschein waren vorerst gestrichen. Auch von Paulo und seiner Tochter Jessica – den brasilianischen Organisatoren unseres Austausches – wurden wir offiziell und mit allen Würden herzlich empfangen. Anschließend gab es zum ersten Mal typisch brasilianisches Essen: Reis, Bohnen und Fleisch. Nachdem wir mehr als ausreichend versorgt waren, stand als erster Programmpunkt der Besuch beim Bürgermeister von Osasco – einem Stadtteil von São Paulo – an. Anschließend ging es weiter zu einem der Stadträte, der von uns liebevoll „Quetschen-Sepp“ getauft wurde. Er trug ununterbrochen und  mit großem Stolz den Hut des angeblich berühmtesten Akkordeonspielers der Welt. Diesen hatte er zu seinem Markenzeichen als Stadtrat erkoren, was für uns sehr ungewohnt, aber durchaus erheiternd war. Zu Ehren unseres Besuches wurde auch Martin, unserem Gruppenorganisator, feierlich ein solcher Hut (in Portugiesisch „Chapéu“) als Geschenk übergeben. Dieser Hut führte zu vielen Späßen und Heiterkeit während unseres gesamten Aufenthaltes in Brasilien und wird definitiv in Erinnerung bleiben!  Am Ende des Tages, nach unzähligen Fotos und Händeschütteln, durften wir uns ein bisschen erschöpft darauf freuen, unsere Gastfamilien, bei denen wir die nächsten zwei Wochen verbringen würden, endlich kennenzulernen.

 

Voller Motivation starteten wir am folgenden Tag unser Projekt „Der Fußballplatz muss schöner werden“. Um vernünftig arbeiten zu können, wurden eine Flexmaschine  sowie ein Schlagbohrer von unserem Kolping-Budget besorgt. Der Platz musste nicht nur neu gestrichen werden, sondern bedurfte vor allem einer gründlichen Ausbesserung des Bodens, der über die Jahre viele Risse und Löcher erlitten hatte. Auf Gruppen verteilt wurde damit angefangen, die alte, rostige und blättrige Farbe von den Fußballtoren zu schleifen, den gesamten Platz zu kehren und die Löcher und Risse mit dem Bohrer auszuhöhlen und von verbleibendem rissigen Beton zu befreien, um diese später ordentlich auffüllen und ausbessern zu können. Leider wurde unser Tatendrang ausgebremst, nachdem es nach kurzer Zeit ordentlich anfing zu regnen. Es blieb nicht bei einem kurzen Schauer, sondern regnete und tröpfelte über die nächsten Tage hinweg fast durchgängig. Dies be- und verhinderte die Fortsetzung unserer Arbeit am Fußballplatz beträchtlich. Alternativ wurden wir damit beauftragt, die Bibliothek, die unter Staub und durchhängenden Regalen litt, auf Vordermann zu bringen, womit wir einige Zeit beschäftigt waren. Tagsüber verbrachten wir während der nächsten zwei Wochen die meiste Zeit bei Kolping, während das Abendprogramm von unseren unfassbar lieben Gastfamilien und Geschwistern gemeinschaftlich bestimmt wurde. So trafen wir uns beispielsweise zum Barbecue (bras. „churrasco“) oder gingen aus, um etwas in einer Bar zu trinken. Auch wenn eine gewisse sprachliche Barriere weiterhin bestehen blieb, da weder wir Portugiesisch noch die Brasilianer Deutsch sprachen, so machte die unglaubliche Gastfreundschaft, Offenheit und das Interesse der Brasilianer an uns und unserer Kultur alles wieder gut! Katharina, die Einzige aus unserer Gruppe, die auf Grund eines Studienaufenthalts fließend Portugiesisch sprach, hatte alle Hände voll mit Übersetzungen zu tun, da uns die Brasilianer viel zu erzählen und zu zeigen hatten. Aber auch Bilder und Google Translate trugen zur besseren Verständigung bei, und wenn aus „alegria“ (Freude) aus Versehen doch mal missverständlicherweise „alergia“ (Allergie) wurde, führte dieses Missgeschick zu einem herzlichen Lacher auf beiden Seiten.

 

Das Wochenende gehörte den Familien, wobei auch hier viel mit anderen Gastfamilien gemeinsam unternommen wurde. Während die einen ihr Wochenende auf der Finca im Landesinneren verbrachten, wurde den anderen der Früchtegroßhandel von São Paulo – Verkostung sämtlicher tropischer Früchte selbstverständlich  inklusive – gezeigt. Samstagabend ging es dann gemeinsam ins Sambadrom, wo wir die brasilianischen Tanzkünste und die farbenprächtigen Kostüme für den kommenden Karneval bewundern durften. Den gesamten Sonntag verbrachten wir mit den von Kolping betreuten Familien. Das Tagesprogramm beinhaltete ein kleines, von den Kindern vorgetragenes Theater über die Familie, ein gemeinsames Mittagessen und einen Gottesdienst. Dazwischen wurden unsere aus Deutschland mitgebrachten Spiele getestet und vor allem das Schwungtuch sowie das Wikingerspiel für gut befunden.

In die neue Woche starteten wir mit einer City Tour durch São Paulo. Mit dem Reiseführer in der Hand und Paulo als Tourguide lernten wir den Stadtkern von São Paulo sowie den Fruchtmarkt mit typischem Lunch – einer Mortadellasemmel, oder wohl eher viel Mortadella mit wenig Semmel – kennen. Wohlbehütet schlenderten wir anschließend durch die Avenida 25, welche als billige Einkaufsstraße bekannt ist.

Zum Programm der Woche gehörten außerdem der Besuch einer weiteren Kolpingsfamilie und deren Arbeit im Künstlerstädtchen Embu. Deren Schwerpunkt liegt im Gegensatz von Kolping Osasco nicht auf Erwachsenenbildung und Nachmittagsbetreuung von Schulkindern, sondern hat den Fokus speziell auf die Ganztagsbetreuung von Kleinkindern zwischen fünf Monaten und drei Jahren gelegt. Dieser Exkurs war äußerst interessant und gab einen wertvollen Einblick in ein weiteres brasilianisches Kolping-Projekt.  

 

Am Mittwoch konnten wir, nachdem es bis dahin sehr regnerisch war, endlich unser Projekt Fußballplatz fortführen, welches mittlerweile unter Zeitdruck stand und bis Donnerstagabend fertig werden musste! Die Risse und Löcher wurden mit Beton gefüllt, während an anderen Stellen bereits mit den Malerarbeiten begonnen wurde. Mit Hilfe des Hausmeisters und einiger freiwilliger Jugendlicher von Kolping schafften wir es tatsächlich, den Fußballplatz so gut wie fertig zu stellen. Pünktlich am späten Donnerstagnachmittag wurden die Pinsel zur Seite gelegt. Nun konnte unser bayerischer (Abschieds-)Abend inklusive Tracht, traditionellem Tanz, Sauerkraut und Wiener beginnen, zu dem alle Gastfamilien eingeladen waren.

Frühmorgens hieß es dann Abschied nehmen, da unsere Gruppenreise nach Rio de Janeiro und anschließend Foz do Iguaçu begann.

 

Unser Aufenthalt in Brasilien war nicht nur erlebnisreich, sondern auch inspirierend und sehr lehrreich! Sprachliche Hindernisse wurden überwunden und kulturelle Eigenschaften wurden kennengelernt und ausgetauscht. Des Weiteren mussten wir feststellen, dass die Brasilianer ganz vernarrt in Fotos sind und Facebook uns immer einen Schritt voraus war!

Unglaublich aufmerksam und für uns einfach nur goldig war es auch, dass die Brasilianer sehr viel Wert darauf legten, uns den Kaffee auf „deutsche“ Art und Weise, also Kaffee mit Milch und „sem  açúcar“ zu servieren. Auch haben wir für deutsche Verhältnisse vermutlich einen ganzen Jahresvorrat an Fleisch verdrückt. Es wurde immer besonders darauf geachtet, dass wir niemals hungrig blieben, was bei den mindestens fünf Mahlzeiten täglich inklusive Dessert „Mousse de Maracuja“ nicht besonders schwierig war.

 

Unser Fazit:

Brasilien ist ein unfassbar vielseitiges und kontrastreiches Land, dessen Bewohner unglaublich liebenswürdige Menschen sind, die an Lebensfreude und Gastfreundschaft nur schwer übertroffen werden können! Wir haben den Aufenthalt in Brasilien bei Kolping und insbesondere in unseren Gastfamilien sehr genossen! Wir würden uns freuen, wenn weitere Austausche dieser Art mit der Kolpingsfamilie Villa Sao José zukünftig stattfinden können, um auch anderen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, eine solch wundervolle Erfahrung zu machen!

Muito obrigado“ für all diese wunderschönen und unvergesslichen Erlebnisse! Dieser Austausch wird für immer in Erinnerung bleiben!

Já sentimos muita saudade de vocês e esperamos vê-los dentro de pouco tempo na Alemanha!

 

Für den Bericht: Maria Mallet

Gruppenleiter-grundlagenkurs B

vom 27. bis 29. Oktober 2017 in Ensdorf

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