Wissenswertes aus dem Landesverband

Neue Frau an der Spitze der katholischen Jugend in Deutschland

München, 8. Mai. Die Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat Lisi Maier am vergangenen Samstag in Altenberg in das Amt der Bundesvorsitzenden gewählt. Die 27-Jährige ist Landesleiterin der Kolpingjugend Bayern und seit dem elften Lebensjahr Mitglied der Kolpingjugend im Diözesanverband München und Freising. Daher freut sich die Kolpingjugend in Bayern ganz besonders für und mit der frisch Gewählten.
„Junge Katholikinnen und Katholiken haben das Bedürfnis, die Welt nach ihren Vorstellungen zu verändern. In der Kirche genauso wie in der Politik. Gerade Politik muss Jugend bei allen wichtigen Entscheidungen beteiligen.", so Lisi Maier direkt nach ihrer Wahl. Bereits als Diözesanleiterin der Kolpingjugend München und Freising war es ihr ein Anliegen, Jugendliche für politische Beteiligung zu begeistern. Federführend war sie bei der Umsetzung des Projekts „Zündstoff Zukunft Wahlmobil" beteiligt, das mit dem Verfassungspreis „Jugend für Bayern" 2009, überreicht durch Ministerpräsident Horst Seehofer, ausgezeichnet wurde.
Auf politische Beteiligung und Lobbyarbeit legt Lisi Maier auch als (Noch-)Landesleiterin großen Wert, was sich in Gesprächen mit den Landtagsfraktionen und Aktionen der Kolpingjugend Bayern bemerkbar macht. Inhaltlich setzt sie sich mit der Kolpingjugend Bayern für gerechte Arbeitsbedingungen, flexible Freistellungsregelungen, Verbrauchersouveränität und Geschlechtergerechtigkeit ein. Diese Themen werden sie auch in ihrem neuen Verantwortungsbereich begleiten.
Ab Sommer wird sie dann die Anliegen der katholischen Jugendlichen in die Bundespolitik einbringen: Lisi Maier wird in den nächsten drei Jahren vom Berliner BDKJ-Büro aus die jugendpolitische Interessenvertretung der katholischen Jugendverbände übernehmen. Ihr Amt als Landesleiterin der Kolpingjugend Bayern wird sie in diesem Zuge niederlegen.
Die Kolpingjugend in Bayern wünscht Lisi Maier viel Erfolg und Spaß beim Meistern der neuen Herausforderungen.

Stefanie Schulz (Kolpingjugend Bayern) und Michael Lenz (Kolpingjugend München und Freising)

Kolpingjugend Bayern enttäuscht und verunsichert – woher kann Unterstützung jetzt kommen?

Viele Jugendverbände, so auch die Kolpingjugend Bayern, zeigen sich in diesen Tagen enttäuscht und empört, dass die Fachstelle Prävention sexueller Gewalt an der Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern nicht verlängert wird.
Die Kolpingjugend in Bayern ist schon eine ganze Zeit mit dem Thema Schutz des Kindeswohls beschäftigt – ein essentieller Schutzfaktor für das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist die Präventionsarbeit im Bereich der sexuellen Gewalt. Um die nachhaltige Implementierung des Themas Prävention zu erreichen, arbeitete die Kolpingjugend eng mit der Fachreferentin der Landesstelle zusammen. Unter anderem wurden die Jugend- und Bildungsreferenten der Kolpingjugend in Bayern in diesem Zusammenhang durch die Fachstelle geschult. Landespräses Christoph Huber erklärt: „Langfristige Qualifizierung, Vernetzungsarbeit und fachliche Unterstützung sind entscheidende Faktoren, um eine nachhaltige strukturelle Strategie in diesem Bereich anzulegen. Die Landesebene nimmt dabei eine nicht weniger bedeutsame Funktion ein wie die Diözesanebene.“ Gerade deshalb ist die Entscheidung der Freisinger Bischofskonferenz schwer nachvollziehbar. „Wir sehen nicht, woher wir im kirchlichen Bereich in Zukunft Unterstützung in diesem Bereich bekommen können und hoffen, dass uns hier eine unseren Ansprüchen gerecht werdende Alternative geboten wird“, so Christoph Huber weiter.
Die Fachstelle wurde im Februar 2011 durch die Freisinger Bischofskonferenz eingerichtet. Dies war auch für die Kolpingjugend Bayern ein richtiger und wichtiger Schritt, um das verloren gegangene Vertrauen aufgrund der öffentlich bekannt gewordenen Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in katholischen Kinder- und Jugendeinrichtungen wieder zurück zu gewinnen.

Für den Bericht: Stefanie Schulz Landesjugendreferentin Kolpingjugend Bayern

Politischer Jahresauftakt der Kolpingjugend Bayern

Gleich zu Beginn des Jahres 2012 startete die Kolpingjugend ihre jugendpolitische Gesprächsreihe mit den bayerischen Landtagsfraktionen. Dabei verlieh die Landesleitung zum einen der Forderung der Kolpingjugend Bayern bezüglich der Änderungen im Freistellungsgesetz sowie ihrer Position zum Thema prekäre Arbeitsbedingungen Nachdruck. Zum anderen legte sie den Abgeordneten auch die unbedingte Dringlichkeit einer Erhöhung der finanziellen Mittel für die außerschulische Jugendarbeit dar. Am 24. Januar machte sich die Landesleitung der Kolpingjugend Bayern daher auf den Weg zu Gesprächen mit den jugendpolitischen Sprechern und weiteren Landtagsabgeordneten von SPD und Freien Wählern, um sich über aktuelle Themen der Landtagsfraktionen und der Kolpingjugend Bayern auszutauschen.

Austausch mit der SPD: Arbeitnehmerinteressen Nachdruck verleihen Zum Gespräch mit dem jugendpolitischen Sprecher der SPD, Dr. Linus Förster stießen der sozialpolitische Sprecher Hans-Ulrich Pfaffmann und Dr. Simone Strohmayr, Bildungspolitikerin und Zuständige für die Kinderkommission dazu. Mit Dr. Linus Förster thematisierte die Landesleitung besonders die Umsetzung der Forderungen aus dem Bericht der Enquetekommission „Jungsein in Bayern". Die Fortschreibung des Kinder- und Jugendberichts konnte bereits angestoßen werden, das begrüßt die Kolpingjugend sehr. Andere Forderungen daraus wurden trotz vieler Anträge, die Dr. Linus Förster dazu stellte, noch nicht konkret in Angriff genommen. Der Antrag der SPD-Landtagsfraktion "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - auch beim Freistaat" in dem diese einen Rückgang der Zeitarbeitsbeschäftigung beim Freistaat und eine gerechte Entlohnung dieser Arbeitnehmenden fordert, stieß bei der Kolpingjugend auf offene Ohren. Gemeinsam wurde weitergedacht, wie den oftmals identischen Forderungen der Kolpingjugend Bayern und der BayernSPD im arbeitnehmerpolitischen Bereich mehr Nachdruck verliehen werden kann.
Gespräch mit den Freien Wählern: Zukunft des Ehrenamts im Fokus

Zum Treffen mit dem jugendpolitischen Sprecher der Freien Wähler, Thorsten Glauber, kam eine große Runde Abgeordneter der Freien Wähler hinzu – darunter auch die Kolpingbrüder Joachim Hanisch und Florian Streibl. Neben der Fortschreibung des Kinder- und Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung wurden verschiedene Anträge der Freien Wähler zum Bereich Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement thematisiert, die uns Dr. Hans-Jürgen Fahn vorstellte. Hierbei ging es unter anderem um die Aufnahme von „Bürgerschaftlichem Engagement als Erziehungsziel im Lehrplan". Lisi Maier, ehrenamtliche Landesleiterin der Kolpingjugend Bayern verwies diesbezüglich darauf, jugendverbandliche Grundsätze wie Freiwilligkeit und Selbstbestimmung nicht zu missachten sondern einzubeziehen. Der bildungspolitische Sprecher Günther Felbinger bat die Landesleitung zudem um konkrete Einschätzungen zur Kombination von außerschulischer und schulischer Bildung und Ideen zur Umsetzung. Die Landesleitung verwies dazu auf das Positionspapier des BDKJ Bayern „Eine neue Schule für Bayern": Präses Christoph Huber ergänzte, dass die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule sehr wertvoll sein könne, oft aber im System bedingte Schwierigkeiten im Weg stünden.
Forderung an die CSU: Flexibilisierung des Freistellungsgesetzes

Auch der jugendpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Josef Zellmeier, kam zu unserem Gespräch am 02. Februar nicht alleine. Er wurde von den Abgeordneten Petra Dettenhöfer, Mitglied für die CSU in der Kinderkommission, Hans Herold, der im Haushaltsausschuss die CSU in Jugendfragen vertritt und Walther Taubeneder, einem Fachmann der CSU für Bildungsfragen, begleitet. Das Gespräch bot die Gelegenheit nochmals unsere Argumente für eine Novellierung des Freistellungs-gesetzes darzulegen. Besonders ging Simone Schleich, ehrenamtliche Landes-leiterin der Kolpingjugend Bayern, auf die Notwendigkeit der Flexibilisierung hinsichtlich Stundenkontingente anstatt ganzer Tage und Ausweitung der Befreiungsgründe ein. „Viele ehrenamtlich Verantwortliche nehmen ihr Recht auf einen solchen Sonderurlaub nicht in Anspruch, da sie sich vor Nachteilen seitens ihres Arbeitgebers fürchten. Anderen wird der Sonderurlaub abgelehnt. Hier spielt die Vorbildfunktion des Freistaats Bayern eine große Rolle", erklärt Simone Schleich und führt weiter aus: „insbesondere im Öffentlichen Dienst muss die Freistellung zum Zwecke der Jugendarbeit reibungslos und ohne Nachteile für die Betroffenen von statten gehen können." Leider konnte der jugendpolitische Sprecher hier noch keine Umsetzungspläne präsentieren. Erfreut nahm die Landesleitung zur Kenntnis, dass die Fortschreibung des Kinder- und Jugendprogramms im Frühjahr/Frühsommer im Plenum diskutiert werden soll, um es in die Haushaltsdebatte für den nächsten Haushalt einbeziehen zu können.
Die Gespräche mit den jugendpolitischen Sprechern der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und der Landtagsfraktion der FDP finden Ende März statt. Um den politischen Start ins Jahr abzurunden, nahmen Mitglieder der Landesleitung auch am parlamentarischen Jahresauftakt des BDKJ Bayern, einem Gespräch mit Kultusminster Dr. Spaenle im Rahmen des BDKJ-Landesausschusses sowie dem Dialogforum der CSA (Arbeitnehmer-Union der CSU) teil.
Für den Bericht: Lisi Maier (Landesleiterin Kolpingjugend Bayern) und Stefanie Schulz (Landesjugendreferentin Kolpingjugend Bayern)

Ein kleiner Schritt kann viel bewirken!

Die Landeskonferenz 2012 der Kolpingjugend Bayern
Diskussionsfreudig und voller Energie nahmen die Diözesanleiterinnen, Diözesan-leiter und Gäste an der diesjährigen Landeskonferenz der Kolpingjugend Bayern vom 13. – 14. Januar 2012 teil. Verbrauchersouveränität war das Thema des Studienteils "FAIRbrauchen", das sich durch die gesamte Konferenz zog. Nicht einmal das Frühstück wurde dabei ausgespart – hier bekamen die Teilnehmenden schon am Morgen Informationen zum Aktionsvorschlag „Faires Frühstück" – einer Idee von Transfair. Sowohl Geschenke für z.B. den Moderator oder die Knabbereien während der Konferenz waren unter Beachtung von fairen und ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt. Beim Studienteil konnten gemeinsame Anregungen gesammelt werden, was jeder einzelne für einen fairen Konsum tun kann. Allem voran steht hier die Aufgabe, sich zu informieren - über den Einzelhandel / das Handwerk in der eigenen Region, über saisonale Produkte, über die verschiedenen Siegel und über die Arbeitsbedingungen in der Produktion, im Handel und im Verkauf. Auch wenn wir vielleicht nicht immer alle Informationen zusammen bekommen – oder auch nicht immer alles beachten können, so sind doch auch die kleinen Schritte wichtig! Zum Beispiel die Entscheidung nur noch Schokolade zu kaufen, die fair gehandelt wurde und aus ökologischem Anbau stammt, die regionale Bäckerei dem Discounterbrot vorziehen - oder keine Erdbeeren im Winter zu konsumieren. Wenn viele Menschen diese kleinen Schritte tun, kann dies auch ein großer Schritt auf dem Weg in eine Fairbraucher-Gesellschaft werden. Beschlüsse wurden ebenfalls getroffen: Einmal im Jahr wird ab jetzt regelmäßig ein Treffen für Vernetzung und Fortbildung der diözesanen Schulungsteams in Bayern stattfinden. Zukunftsweisend war auch der zweite Beschluss der Landeskonferenz 2012 – eine Projektgruppe zur Planung einer Großaktion der Kolpingjugend Bayern, die 2014 durchgeführt werden soll, wurde eingesetzt.
Ein spannendes Kolpingjugendjahr steht uns bevor – die Landeskonferenz war ein toller Start für 2012!

Kolping sagt NEIN! - Aktion gegen prekäre Arbeitsverhältnisse

Regensburg – am Samstag, dem 10.09.2011, veranstaltete die Kolpingjugend Bayern eine Mitmachaktion gegen prekäre Arbeitsverhältnisse, auf dem Neupfarrplatz in der Regensburger Innenstadt. Viele interessierte Passanten jeden Alters folgten der Einladung der 20 Kolpingjugendlichen aus ganz Bayern und rannten gegen Leiharbeit, geringes Einkommen, erzwungene Befristungen und Teilzeitarbeit an, die in Form einer Pappmauer aufgebaut waren. „Prekäre Arbeitsbedingungen führen gerade bei jungen Menschen zu sozialer Unsicherheit. Familienplanung, eine eigene Wohnung oder Weiterbildungen werden erschwert, sind aber gerade für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger wichtige Themen – für ihr Arbeitsleben und ebenso für ihr soziales Leben . Hier müssen noch viele Mauern in der Gesellschaft, aber vor allem auch bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern eingerissen werden - daher freuen wir uns, dass wir auf so viel Unterstützung beim Einreißen dieser Mauer stoßen.“, erläutert Lisi Maier, Landesleiterin der Kolpingjugend Bayern, die Aktion. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Regensburg, Joachim Wolbergs (SPD) sprengte mit einem Fahrrad diese Mauer um für gerechtere Arbeitsbedingungen zu werben. Er begrüßte die Aktion der Kolpingjugend sehr und wünschte für weitere Vorhaben diesbezüglich viel Erfolg. Die Kolpingjugend Bayern macht ihren Einsatz gegen prekäre Arbeitsverhältnisse auch in ihrem Positionspapier „Die Kolpingjugend sagt NEIN!“ deutlich. Sie spricht sich darin insbesondere bei Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger für sichere, unbefristete Vollzeitarbeitsplätze mit sicherem Einkommen und sozialer Absicherung aus. 

Kooperativ und Konspirativ - der Landesarbeitskreis der Kolpingjugend Bayern

Am 10./11. Juni 2011 fand der Sommer-Landesarbeitskreis (LAK) der Kolpingjugend in Bayern im Kolpinghaus in Nürnberg statt. Die anwesenden Diözesanleiterinnen und Diözesanleiter aus den bayerischen Diözesan-verbänden befassten sich mit der inhaltlichen Arbeit auf Landesebene und nahmen dabei ihre Beratungs- und Kontrollfunktion der Landesleitung wahr. Als Einstieg wurden die aktuellen Erwartungen der Diözesanverbände an die Landesleitung geklärt. Im Rahmen einer Kreativmethode empfahlen die anwesenden Diözesanleitungen der Landesleitung das Hauptaugenmerk auf die Vernetzung zwischen den Diözesanverbänden, die Vertretungsarbeit auf Bundes- und Gesamtverbandsebene, beim BDKJ und bei den Diözesan-verbänden selbst sowie die Sprachrohrtätigkeit zu Kirche und Politik zu legen. Der LAK setzte sich schwerpunktmäßig an den Themenbereichen „Junge Erwachsene" und „Jugend & Arbeitswelt" auseinander. Im Bereich „Junge Erwachsenen" tragen die Ideen vom Frühjahrs-LAK bereits erste Früchte: So wurden für das Projekt „Back to the roots" Kooperationen mit den Diözesanverbänden Augsburg und Passau für eine Durchführung 2012 angedacht. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsidee, das den Teilnehmenden ermöglichen soll, weit weg vom Alltagsstress in der Natur zu ihren Wurzeln zu finden. Auch für die zweite Projektidee gibt es eine Umsetzungschance. „Change your bag – exchange your life" könnte 2013 in Kooperation mit dem DV Bamberg umgesetzt werden. Das neue Veran-staltungsformat sieht vor, den Teilnehmenden mit dem Tausch einer Tasche ein unvergessliches Wochenende im Alltag einer/-s anderen Teilnehmenden zu ermöglichen. Seine zunächst erste Aktion im Bereich „Junge Erwachsene" startet der Landesverband in Kooperation mit dem DV Augsburg und dem Kolpingferienhaus in Wertach vom 30.09. - 03.10.2011. „Weil wir jetzt schon groß sind" heißt sie und bietet für Kolpingmitglieder von 25 bis 35 Jahren ein verlängertes Wochenende voller Gemeinschaft, Aktivitäten rund um die Berge des Allgäus und mehr und Spiritualität mit Gottesdiensten und Impulsen. Für das Jahr 2012 ist ein gemeinsamer Flyer für alle Jungen – Erwachsenen - Aktionen der Diözesanverbände und des Landesverbandes angedacht. Im Kernbereich „Jugend & Arbeitswelt" befassten sich der LAK mit dem Entwicklungsstand der Forderungen und Positionen der Kolping-jugend Bayern. Konsens ist es, zur Forderung nach Flexibilisierung der Freistellungsregelungen zum Zwecke der Jugendarbeit (Sonderurlaub) weiter im Gespräch zu bleiben und die Umsetzung einzufordern. Auch bezüglich prekärer Arbeitssituationen v.a. während der Berufseinstiegsphase bleibt die Kolpingjugend Bayern klar bei ihrer Meinung - „Die Kolpingjugend Bayern sagt NEIN!". Daher wurde eine Aktion für den Herbst-LAK 2011 in Regensburg geplant, die in hierfür Aufmerksamkeit schaffen soll. Aus aktuellem Anlass bot es sich an, den bevorstehenden „außerordentlichen Bundeshauptausschuss" des Kolpingwerkes Deutschland gemeinsam vorzubereiten. Zudem erhielten die Diözesanleitungen die aktuellen Informationen vom BDKJ, aus dem Landesvorstand, der von Wolfgang Simon vertreten war, sowie von der Bundesebene, vertreten durch Conny Schermer aus dem Bundesarbeitsarbeitskreis der Kolpingjugend.
Für den Bericht: Elisabeth Maier, Landesleiterin

Himmlischer Gottesdienst - Höllisches Grillen

In Schwabmünchen, zeigte sich am 14. Mai 2011 in der Vorabendmesse in St. Michael ein schönes Bild: blaue und weiße Luftballons flogen durch die Kirche und wurden von der Gemeinde am Herunterfallen gehindert, um zu symbolisieren, dass wir alle uns um unsere Traumkirche bemühen müssen – nicht sitzen bleiben dürfen und warten bis sie kommt, sondern uns nach guten Ideen für unsere Traumkirche gen Himmel strecken müssen. Mit diesem himmlischen Traumkirche-Gottesdienst startete die Gewinneinlösung des Wettbewerbs „Kolpingjugend baut auf.... Kirche!“ der Kolpingjugend Bayern für die Gewinnerprojekte und sorgte damit für eine etwas andere Vorabendmesse in Schwabmünchen. Landespräses Christoph Huber zelebrierte den Gottesdienst, der von ihm und dem Arbeitskreis Kirchenpolitik der Kolpingjugend Bayern gestaltet wurde. Die Gewinnerprojekte stellten sich als gelebte Traumkirchenbeispiele der Gemeinde vor. Die Kolpingjugenden Bobingen und Schwabmünchen hatten ein Kooperationsprojekt auf die Beine gestellt, das beide Pfarrgemeinden miteinbezog und die Jury des Wettbewerbs so begeisterte, dass sie damit gewannen. Gegen eine freiwillige Spende konnten nach Gottesdiensten in den beiden Gemeinden Holzbausteine mit Begriffen beschriftet werden, die für jeden seine persönliche Traumkirche ausmachen. Die Kolpingjugend beider Städte hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr einzelne Bausteine in Form von Projekten, Aktionen und Gottesdiensten umzusetzen, um so ihre Traumkirche nach und nach Wirklichkeit werden zu lassen. Die aus den Traumkirche-Bausteinen gefertigte Kirche durfte natürlich auch beim Gewinn-Gottesdienst nicht fehlen. Auch das innovative Projekt der Diözesanleitung der Diözese Augsburg, die „Geocache-Wallfahrt“ mit dem Motto „Wo dein Schatz ist, ist auch dein Herz“ durchführte, hatte in den Augen der Jury den ersten Platz verdient, so dass es zwei Gewinnerprojekte des Wettbewerbs gab. Passend zum Thema hatte die Diözesanleitung für diese neue Art der Wallfahrt vorbereitete Impulse, Gebete und Gedanken versteckt. Diese wurden in Boxen, Fotofilmdosen oder Flaschen gepackt und im Wald verborgen. Insgesamt gab es sechs Stationen, die von den Gruppen per GPS-Gerät gesucht werden mussten und an denen die Impulse stattfanden, bis die Gruppen am Wallfahrtsort ankamen. Nach der himmlischen Feier startete das höllische, wenn auch etwas nasse Grillen vor dem Pfarrzentrum in Schwabmünchen mit den Bobinger Grills, einem teuflisch guten Essen und höllisch scharfen Saucen. Begleitet wurde das Ganze von den „Lonesome Cowboys“ einer Zweimann-Gitarre-meets Djembe-Band, die den Anwesenden ganz schön einheizte. Mit diesem rundum gelungenen Abend endete das Projekt „Kolpingjugend baut auf... Kirche!“, das die Kolpingjugend Bayern 2009 auf ihrer Landeskonferenz im Januar angestoßen hatte.

Für den Bericht: Steffi Schulz (Landesjugendreferentin)

Fit im Amt - und Reden ist doch Gold!

Am Wochenende vom 1. – 3. April 2011 fand wieder das alljährliche Diözesanleiter-Seminar der Kolpingjugend Bayern in Kooperation mit der Kolpingjugend Deutschland statt. Während die erfahrenen Diözesanleiter/-innen, im Fortgeschrittenenseminar bei der Kommunikationstrainerin Kirsten Ritz-Schroeder die Grundzüge der Rhetorik kennen lernten und eintrainierten, bekamen die Diözesanleitungsneulinge bei Andrea Koppenwallner und Max Grösbrink „Rüstzeug“ und Anregungen für ihre Arbeit im neuen Amt.
Die Gruppe der acht „Neulinge“ im Amt beschäftigte sich mit vielen Themen aus dem Alltag eines Diözesanleiters und den „besonderen Aufgaben“. Durch den Einsatz verschiedener Methoden wurden Themen wie zum Beispiel die Strukturen der KJ und des BDKJs, Fach- und Dienstaufsicht oder aber auch Zeitmanagement besprochen. Besonders lebendig war auch der Austausch über verschiedene Veranstaltungen und Arbeitsschwerpunkte. Hier konnten alle viele kreative Anregungen und Ideen mitnehmen. Nach einer kurzen, jedoch sehr intensiven Auffrischung verschiedenster Kommunikationstheorien stiegen die Teilnehmer/-innen des Rhetorikseminars zügig in verschiedenste praktische Übungen ein, um die Rede vor großen Gruppen, die Überzeugungsfähigkeit im Gespräch und die Argumentation in Diskussionen einzuüben und zu vertiefen. Die Diözesanleiter/-innen bewerteten das Seminar äußerst positiv und gewinnbringend für ihre tägliche ehrenamtliche Arbeit. Gedankt sei an dieser Stelle, der Referentin, die ein äußerst gutes Gespür für die individuellen Entwicklungsbedarfe der einzelnen Teilnehmer hatte und diese das ganze Wochenende in abwechslungsreicher Gruppen- und Einzelarbeit perfekt schulte. Für den kulinarischen Rahmen sorgte Conny Schermer mit abwechslungsreicher mediterraner und bayerischer Küche. Auch für das geistliche Wohl wurde im gemeinsamen Abendlob, den Morgeneinstiegen und einem gemeinsamen Gottesdienst am Samstagabend gesorgt. Bei diesem vollgepackten Programm rundete der gegenseitige Austausch und die gemeinsame Abendgestaltung mit Spiel und Spaß in den ersten lauen Frühlingsnächten das rundum gelungene Wochenende ab.
Für den Bericht: Andrea Koppenwallner und Elisabeth Maier