2 Minuten für dich

Impulse zum Nachdenken

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Impuls für den Monat Mai

 

Von Müttern, Vätern und verlorenen Socken!

 

Muttertage und Vatertage sind etwas Besonderes! Das würde wohl jeder so unterschreiben. Die Kinder überlegen sich etwas nicht Alltägliches. Decken den Tisch, machen das Frühstück, haben vielleicht schon am Vortag einen Kuchen gebacken, die Blumen aus dem heimischen Garten geräubert  oder im Kindergarten eine Kleinigkeit gebastelt. Aber egal was sich die Kinder einfallen haben lassen, das Wichtigste ist, der Mama und dem Papa einen schönen Tag zu bereiten. Eigentlich eine sehr schöne Idee…

Wenn da nicht dieser fahle Beigeschmack wäre. Warum das, fragt sich jetzt wahrscheinlich der ein oder andere. Naja, weil es halt nicht nur einen besonderen Tag für Mamas und Papas gibt, sondern eben auch einen Tag für verlorene Socken (09. Mai), einen Tag für hochgekrempelte Hosenbeine (18. August), einen Tag des Filzhutes (15. September) oder den internationalen Tag der Jogginghose (21. Januar). Die Liste der skurrilen Tage ließe sich beliebig fortführen. Und so verlieren sich Mutter- und Vatertage ein wenig in der Welt unnützer Tage und kurioser „Feiertage“. Und wenn man dann auch noch der Werbung Glauben schenken mag, dass eine von Herzen geliebte Mama nur dann weiß, dass sie allen Familienmitglieder unsagbar wichtig ist, wenn sie das besondere Parfüm der Marke xyz besitzt. Und der Papa nur dann einen großartigen Vatertag erlebt, wenn er das neueste Handy im Wert von mehreren hundert Euros überreicht bekommt. Ja dann scheint es plötzlich gar nichts Besonderes mehr zu sein. Aber eigentlich geht es doch um mehr. Es geht darum, DANKE zu sagen. Danke, dass Eltern da sind und uns aushalten. Dass sie uns lieben, egal, welchen Mist wir gerade verbockt haben. Dass sie uns erden, wenn wir abzuheben drohen und sich schützend vor uns stellen, wenn es jemand nicht so gut mit uns meint. Dass sie sich - egal, ob wir Babys waren oder ausgehfreudige Teenager, die Nächte um die Ohren geschlagen haben, zugunsten unserer Klassenfahrt auf ihren großen Urlaub verzichtet haben, sich unsere Vorwürfe anhörten, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlten und sie uns nicht an die Wand geklatscht haben, obwohl sie mit Sicherheit den ein oder anderen Grund dazu hatten. Und da reicht eigentlich ein Tag im Jahr nicht aus. Aber er ist eine gute Erinnerung dafür, unsere Dankbarkeit auch einfach mal zwischendurch zu zeigen, Mutter und Vater in den Arm zu nehmen und ihnen zu sagen, dass sie eigentlich viel mehr verdient hätten, als einen Tag, den auch die verlorene Socke für sich beansprucht.

 

Alles Liebe, eure Katrin Madl

Jugendbildungsreferentin, Dipl. Sozialpädagogin (FH)

Bildquelle: 1und1.de

Impuls für den Monat April

 

Wohin mit dem Müll?!

 

Nichtsahnend fahre ich mit dem Auto die Landstraße entlang. Ein Stück weiter vorne fährt gerade ein Auto auf einem Feldweg aus dem Wald heraus und bleibt stehen, um auf die Landstraße abzubiegen. Noch denke ich mir nichts dabei. Doch gerade, als ich an dem Auto vorbeifahre, sehe ich, wie der Fahrer des Wagens seinen Müll aus dem geöffneten Fenster schmeißt. Mitten auf die Wiese neben der Straße. Mitten in die Natur. Szenenwechsel. Es ist ein schöner Frühlingstag. Ich fahre mit dem Rad an Feldern und Wiesen entlang, über eine kleine Brücke über das Altwasser und in Richtung Donau. Links und rechts des Weges: leere Chipstüten, Bierflaschen, Gummibärchentüten, Plastikflaschen,… Auch an der Donau selber ist am Donaustrand zwischen Steinen, Gras und Muscheln Müll zu erkennen. Bierflaschen und -deckel, leere Feuerzeuge, Zigarettenschachteln, Plastiktüten, Pfandflaschen,… Ich finde das echt unverständlich. Unser Müll gehört nicht in die Natur. Dabei ist es egal, ob der Müll an den Donaustrand, in den Wald oder aus dem Auto raus neben die Bundesstraße geworfen wird. Gott sei Dank stehen momentan in der Zeitung immer wieder Artikel über Rama-Dama-Aktionen, bei denen verschiedene Gruppen in die Natur gehen und dort den herumliegenden Müll aufsammeln. Im Landkreis Regensburg werden für diese Aktion sogar Preise vergeben. Aber irgendetwas läuft doch schief, wenn freiwillige Personen ehrenamtlich den Müll von fremden Menschen aufsammeln, den diese einfach unachtsam in die Natur geworfen haben. Die Natur ist nicht unser Mülleimer. Eigentlich müsste das selbstverständlich sein. Doch manche Menschen haben das wohl vergessen oder ihren Anstand verloren. Gut, dass es Leute gibt, die sich an Aktionen wie Rama-Dama beteiligen und so die Fehltritte der anderen Personen ausgleichen. Und gut, dass es auch noch viele Menschen gibt, die wissen, dass man seinen Abfall nicht einfach an Ort und Stelle fallen lässt. In diesem Sinne: schützt unsere Umwelt und nehmt euren Müll mit nach Hause oder werft ihn in den dafür vorgesehenen Mülleimer. Die Natur wird es euch danken!

 

Alles Liebe, eure Teresa Kuber

(Praktikantin der Kolpingjugend DV Regensburg)

Impuls für den Monat März

Mut täte gut

Ihr kennt sicher das Gefühl, dass euch erst nach einer erlebten Situation einfällt was ihr sagen hättet können oder dass ihr was sagen hättet sollen? ... Aber von vorn! Neulich stand ich an der Kasse einer namhaften Drogeriekette, neben mir ein Pärchen - jung, hübsch, offensichtlich verliebt und nur auf sich selbst konzentriert. Schön anzusehen und eine eigentlich alltägliche Situation, die so wahrscheinlich überall auf der Welt jede Minute zu tausenden passiert. Allerdings hatte die Situation etwas Besonderes: Das Mädchen trug ein Kopftuch. Na und?, denken sich jetzt sicher viele von euch. Und ehrlich gesagt, so ging es mir auch. Besser formuliert: Mir wäre das Kopftuch gar nicht aufgefallen, da das Pärchen so schön anzusehen war. Als ich an der Reihe war um zu zahlen, hatte die Verkäuferin, die für mich zuständig gewesen wäre, leider keine Zeit, um sich meiner Produkte anzunehmen. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt, sich vermeintlich leise mit ihrer Kollegin zu unterhalten. Leider war die Lautstärke nicht annähernd im Flüsterton, so dass ich nicht umhin kam die Unterhaltung zu hören. „Hast du das gesehen? So ein junges Ding und die muss schon ein Kopftuch tragen. Die Arme. Das muss doch eigentlich heutzutage nicht mehr sein...". Wie bitte? Was sollte denn das bedeuten? Ich war sprachlos! War der Inhalt schon schlimm genug, so war es doch vielmehr der Klang der Stimme, der mich stocken ließ. Die Verkäuferin sagte es so, als würde es sich um eine ansteckende Krankheit mit Narbenbildung handeln, durch die man ein Leben entstellt sein würde und gegen die es in der heutigen Zeit genügend Impfungen und Medikamente gibt, so dass das niemand mehr ertragen muss. Und am allermeisten ärgerte ich mich über mich selber. Ich war einfach nur perplex und zahlte wortlos. Auf dem Nachhauseweg fielen mir dutzende Sätze ein, die ich loswerden hätte können. Ich hätte sie freundlich darum bitten können, dass sie doch ihren Mund halten möge, weil es niemanden interessiert, was sie zu sagen hat. Ich hätte sie fragen können, mit welchem Recht sie diese junge Frau bedauere, zu ihr sagt doch schließlich auch niemand „du armes Ding" und verweist auf die goldene Kette um ihren Hals, an deren Ende ein Kreuz baumelt. Aber stattdessen blieb ich stumm...
Ständig wird von allen Seiten Toleranz und Offenheit verlangt. An dieser Stelle hätte mir ein wenig Spontanität und Schlagfertigkeit sicher gut getan. Und wenn man es so nennen will, auch ein wenig mehr Mut. Ich hoffe darauf, dass ich das nächste Mal in so einer Situation besser reagieren werde und so die Möglichkeit hab, für andere einzustehen.


Alles Liebe, eure Katrin Madl
Jugendbildungsreferentin, Dipl. Sozialpädagogin (FH)

© frenta - Fotolia.com

Impuls für den Monat Februar

Spiel mal (k)eine Rolle...

Prinzessin, Cowboy, Indianer, Ritter, Flower-Power-Girl, Superman und Co.. Im Fasching haben wir freie Auswahl und können uns die Rolle aussuchen, die uns am besten liegt. Es macht Spaß in verschiedene Kostüme zu schlüpfen und - wenn man will - gänzlich unerkannt die "Sau raus" zu lassen. Aber was ist, wenn das närrische Treiben wieder ein Ende hat? Wenn wir uns nicht immer aussuchen können, welche Rollen wir spielen wollen? Mutter, Vater, Tochter, Freund, Enkelin und Onkel. Ehefrau, Lebenspartner, Arbeitnehmer und Chefin. Leiter eines örtlichen Vereins oder Nachbarin, ehrenamtliche Helferin im nahegelegenen Seniorenheim oder Mitglied bei der Feuerwehr... Unzählige Rollen und damit auch die Vielzahl an ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen prallen täglich auf uns hernieder. Oft müssen wir innerhalb kurzer Zeit in den Rollen hin- und herspringen, was uns ein enormes Maß an Organisation, Reflektiertheit und auch Ausdauer abverlangt. Und manchmal gibt es auch Situationen, in denen wir an unsere Grenzen stoßen, wo uns die Anforderungen zu viel werden und wir mit Rollenkonflikten zu kämpfen haben. Gut, dass es dann noch jemanden gibt. Einen, dem wir nichts vorspielen müssen. Der uns Halt gibt und den Rücken stärkt, wenn uns die Anforderungen des Alltags zu erdrücken drohen. Der uns anfeuert, wenn uns der Mut verlässt. Der uns stützt, wenn unsere eigenen Beine schon lange ihre Kraft verloren haben. Und der uns trägt, wenn uns jeder Schritt weiter als eine unheimliche Qual erscheint. Der da ist, wenn alle anderen schon nicht mehr an uns glauben. Bei ihm kann ich sein wie ich bin. Ich muss keine Rolle (vor) spielen. Er erwartet nichts und will keine Gegenleistung. Er ist für mich, für dich, für jeden da. Und das nicht nur zu einer bestimmten Zeit ihm Jahr, sondern Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr. Und wenn du willst sogar ein ganzes Leben lang. Trau dich und lass dich darauf einmal keine Rolle zu spielen, sondern nur du zu sein. Und das ganz nah bei Gott.

 

Alles Liebe, eure Katrin Madl
Jugendbildungsreferentin, Dipl. Sozialpädagogin (FH)

© Markus Bormann - Fotolia.com

Impuls für den Monat Januar

Zum Attentat in Frankreich und den Folgen

Liebe Kolpingfreunde,

Presse- und Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Demokratischen Gesellschaft und wichtig für deren Fortbestand. Dies wurde auch von der Kirche seit 1848 genutzt, um gesellschaftliche Missstände anzuprangern und zu verbessern. Es muss erlaubt sein, alles sagen zu dürfen. Ob allerdings auch Blasphemie auszuhalten zu diesen wichtigen Werten der freien demokratischen Gesellschaft gehört, möchte ich bezweifeln. Muss es in dieser Form sein? Dass dies auch der ZDF Chefredakteur in einem Interview so bestätigte und ein Sprecher der Printmedien, Herr Heinen ebenso, finde ich bedenklich. Dass Kirche und alle Religionsgemeinschaften sich der öffentlichen Kritik aussetzen müssen (und leider dafür auch Anlass geben) ist unbestritten. Aber muss man deswegen Menschen und das was ihnen heilig ist verletzen? Heißt Freiheit alle Tabus brechen zu dürfen? Ist das das Kennzeichen einer freien Gesellschaft? Wir Christen haben uns scheinbar daran gewöhnt, dass man uns, unsre Werte, wie auch Bischöfe und den Papst verhöhnen darf, was auch geschmacklose Karikaturen beinhaltet. Mich verletzen solche Darstellungen trotzdem in meinem religiösen Empfinden und als gläubiger Mensch. Muslimen geht das ebenso. Und sie müssen sich dazu schon wieder einmal verteidigen, wegen drei mordenden Fanatikern, die ihre Religion missbrauchen. Presse und Kunst müssen frei bleiben, für die Wahrheit alles zeigen dürfen, aber auch Ihren Auftrag nicht vergessen, an Werte zu erinnern und eine Gesellschaft für alle zu erhalten.

 Mit herzlichen Kolpinggrüßen

                     Stefan Wissel, Diözesanpräses

Gruppenleiter-grundlagenkurs B

vom 27. bis 29. Oktober 2017 in Ensdorf

Workcamp Brasilien

jugendpolitischer Aktionstag "wählbar"

Papst Franziskus befragt die Jugend

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