Geistlicher Impuls für den Monat Februar

Christus - das Licht der Welt

 

Liebe Kolpingfreunde,

 

Das neue Jahr hat uns bereits wieder voll umfangen. Die Tage werden länger und damit auch die Vorfreude, dass die Sonnenstunden immer mehr werden.

Am Anfang des Jahres am 2. Februar stellt uns die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn vor Augen. Die Eltern Jesu haben nachdem Gesetz des Mose ihren Erstgeborenen in die Kirche gebracht, um ihn dem Herrn zu weihen.

Auch sollte ein zweiter Ritus gefeiert werden. Die Mutter sollte zur „Reinigung“ ein Schaf und eine Taube an den Priester übergeben. So verweist uns dieses Fest sowohl auf Jesus, als auch auf Maria.

Am 2. Februar werden die Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres im Gotteshaus verbrannt werden. Mit den Lichterprozessionen soll daran erinnert werden, dass wir alle Christus entgegengehen sollen.

Auch wenn dieses Fest „Maria Lichtmess“ benannt wurde und der Brauch der Kerzensegnung im Bewusstsein der Gläubigen fest verankert ist, ist dieses Fest ein Herrenfest. Das betont schon der Titel „Darstellung des Herrn“.

Auch im weltlichen Bereich hatte in früheren Zeiten Maria Lichtmess eine Bedeutung. Das Wirtschaftsjahr in der Landwirtschaft endete an diesem Tag. So kam es nicht von ungefähr, dass an diesem Tag den Mägden und Knechten ihr Lohn ausbezahlt wurde.

Sie konnten von diesem Tag an ein paar freie Tage genießen. Auch konnte an diesem Tag der Wechsel des Arbeitgebers vollzogen werden. Sowohl die „Arbeitgeber“ konnten den Arbeitskräften den Laufpass geben, als auch die Mägde und Knechte konnten von sich aus kündigen und anderswo eine neue Stelle antreten.

Bei der Darstellung des Herrn im Tempel wurde Christus als das Licht bezeichnet. Kerzen erleuchten unsere Umgebung und unser Leben. So soll Christus das Licht auch unser Leben erleuchten.

Dieses Licht dürfen wir nicht für uns behalten, sondern müssen es weitergeben, damit die Menschen um uns herum erleuchtet werden von der Botschaft Christi. Sie bekommen dadurch Hoffnung für ihr Leben.

 

So verbleibe ich mit dem Wunsch, dass wir alle Lichtträger sind mit einem Treu Kolping.

 

Mit herzlichen Kolpinggrüßen

Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses

Geistlicher Impuls für den Monat Januar

Cum deo - mit Gott

 

Liebe Kolpingfreunde,

 

Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit. Wir haben immer in jedes neue Heft auf die erste Zeile die Worte „Cum Deo“, das heißt übersetzt: mit Gott geschrieben.

Auch ich möchte gleichsam auf die erste Zeile des neuen Jahres diese beiden Wörter: Cum Deo“ schreiben. Nehmen wir es uns als Motto für dieses neue Jahr, dass Gott uns bei all unseren Unternehmungen mit seinem Segen begleiten möge.

Wir wissen nicht, was uns das neue Jahr bringen wird. Aber wir legen es vertrauensvoll in seine Hände. Gleichzeitig bitten wir Gott darum, dass er uns durch die Höhen, aber besonders durch die Tiefen sein Weggeleit zusagen möge.

Wenn ich so in die Zukunft hineinschaue, so hat jeder von uns viele Wünsche für das kommende Jahr. Jeder seine eigenen. Ich glaube aber auch, dass wir alle miteinander arbeiten müssen, damit diese Wünsche in Erfüllung gehen.

Was mir immer mehr auffällt in unserer Gesellschaft ist, dass sich die meisten Menschen nur um sich selber kreisen und den Blick auf unsere Mitmenschen verloren haben. Beispiel ist für mich der Ausspruch des amerikanischen Präsidenten nach der Wahl "America first“.

Nur auf sich selber zu schauen, nur in den eigenen Grenzen alles versuchen zu regeln und alle anderen sollen sich danach richten, das ist für mich im Rahmen des Globalisierungsprozesses die falsche Richtung.

Auch könnte man hier den Brexit anfügen. Sich von den anderen lossagen, ohne sich über die Konsequenzen klar zu werden. Dies sind nur zwei Beispiele aus dem Weltgeschehen, die auf den Egoismus der Menschen hindeuten.

Für uns alle ist es eine Aufgabe, den Egoismus zu durchbrechen und wieder mehr den Blick auf die Mitmenschen zu richten. Wieder mehr zu sprechen, als lange Abhandlungen zu schreiben, wieder mehr den Mitmenschen - auch in unserer Kolpingsfamilie - zu unterstützen, als selber für sich alles zu raffen.

Wenn uns das gelingt, dann kann in unserer Umgebung und in unserem Staat ein bisschen von dem Licht aufleuchten, das uns durch Jesus in der Krippe geschenkt wurde.

 

So verbleibe ich verbunden mit dem Wunsch - cum deo - auf ein von Gott gesegnetes Jahr mit einem Treu Kolping.

         

Mit herzlichen Kolpinggrüßen

                        Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses

 

DiKo 2019

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