Geistlicher Impuls für den Monat Februar

„Was die Erde nicht bieten kann, das findet der Christ unter dem Kreuz!“ (Adolph Kolping)

 

Liebe Kolpingfreunde,

in der Fastenzeit werden wir wieder eingeladen, den Kreuzweg zu beten. Wenn wir uns auf dieses Gebet einlassen, was werden wir wohl unter dem Kreuz finden? Auf den ersten Blick werden wir nur Leid, viele Fragen, Unverständnis, Unmenschlichkeit, Hass und schließlich den Tod finden!

Doch für Kolping bietet das Kreuz mehr - etwas, dass die Erde tatsächlich nicht bieten kann. Es ist ein Geschenk, das nur im Glauben und im Vertrauen auf einen lebensbejahenden Gott angenommen werden kann. Dabei geht es um die Kernbotschaft unseres Glaubens: Deinen Tod, oh Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir! Darin liegt das Geheimnis.

Adolph Kolping wusste das. Er hat gespürt, erlebt und darauf vertraut, dass Gott in den dunkelsten Stunden dem Menschen ganz nahe ist. Aus dieser Zuversicht heraus, konnte er all den Herausforderungen des Lebens und allen Unmenschlichkeiten zum Trotz etwas entgegensetzen: „So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken können!“

 

Lasst uns beten:

Herr Jesus Christus, du bist der Arm, der weiter reicht, als wir denken können. Bis in die dunkelsten Stunden unseres Lebens hinein reicht dein Arm. Du selbst bist diesen Leidensweg uns voraus gegangen. Du hast am eigenen Leib erfahren zu was Menschen im Stande sind und was Menschen erleiden müssen. Doch du bist diesen Weg trotz Zweifel und Angst konsequent weiter gegangen. Von dir wissen wir, dass es sich lohnt, der Liebe Gottes zu vertrauen. Der Arm der Liebe lässt uns nicht im Tod, er führt uns wieder auf den Weg ins Licht. Dafür danken wir und um diese Gewissheit bitten wir dich, wenn wir auf das Kreuz blicken. Amen.

 

Mit herzlichen Kolpinggrüßen

Sebastian Wurmdobler, past. Mitarbeiter & Bildungsreferent

Geistlicher Impuls für den Monat Januar

Neues Jahr - neues Glück!


Liebe Kolpingfreunde,


neues Jahr, neues Glück! - so hört man es Anfang des Jahres immer wieder sagen.
Ich finde diese Aussage zu kurz gedacht. In diesem Satz stecken nämlich nur zwei Blickrichtungen. Die eine blickt in die Vergangenheit und trauert dem nach, was alles nicht erreicht wurde, was sich nicht erfüllt hat, was nicht gelungen ist. Die andere Richtung blickt in die Zukunft, verbunden mit vielen Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen. Doch was ist eigentlich mit der Gegenwart? Zu selten werfen wir den Blick auf das Jetzt. Das Hier und Heute in den Blick zu nehmen, darauf kommt es doch eigentlich an. Nur dann kann ich doch etwas erreichen, verändern und bewegen.
Der Blick zurück in die Vergangenheit mag durchaus wichtig und sinnvoll sein, aber nur, wenn man sich nicht im Jammertal verliert. In die Vergangenheit zu blicken, um daraus zu lernen, muss unsere Absicht sein. In die Zukunft blicken ist ebenfalls notwendig, aber nicht, um sich Träumereien hinzugeben, sondern um mögliche Folgen und Konsequenzen zu bedenken. Die Erkenntnisse aus beiden Blickrichtungen sollen dann unser Handeln im Hier und Heute prägen. So werden wir feststellen, dass keine Zeit mehr bleibt nur im Jammertal zu verharren oder in eine Traumwelt zu flüchten. Zu viele Menschen leben am Rand der Gesellschaft und kämpfen tagtäglich ums Überleben.

Es liegt also auch mit an uns, was wir mit unserer Zeit machen. Wir müssen JETZT anfangen Kolpingschwestern und Kolpingbrüder zu sein. Dafür ist es nie zu spät. In diesem Sinne: Neues Jahr, neues Glück! Packen wir das JETZT an!

 

Mit herzlichen Kolpinggrüßen

Sebastian Wurmdobler, past. Mitarbeiter & Bildungsreferent

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