Geistlicher Impuls für den Monat Februar

Umzug – Zeit für Geduld

Liebe Kolpingfreunde,

ein Umzug steht bei uns in unserem Diözesanbüro im Februar an. Was heißt das für uns? Wir müssen unser Übergangquartier – das ehemalige Krankenhaus am Emmeramsplatz – verlassen.

Alles muss mit: Möbel, Computer, Ordner, Geschirr, alles, was wir notwendig zum Arbeiten und zum Leben brauchen, muss eingepackt und verstaut werden. Hektisch geht es in den Büros und auf den Gängen zu. Ein sinnvolles Arbeiten ist kaum möglich. Die Umzugsfirma nennt uns den Termin, an dem es soweit ist. Sie bringen unsere Habseligkeiten in unser angestammtes Haus, am Obermünsterplatz.

Jeder will beginnen mit dem Auspacken, aber die Teile sind noch auf dem Weg. Geduld ist gefragt. So freuen wir uns, wenn es nun am nächsten Tag soweit ist und alles vor unseren Büros am Gang abgestellt wird. Gott sei Dank!

Wer schon einmal umgezogen ist, der weiß, dass es immer mit Wehmut und Hoffnung, aber auch mit Unbehagen verbunden ist. Wir müssen aus unseren Büros, aus unseren Wohnungen heraus. Es erwartet uns etwas Neues, etwas Schönes. Wir brauchen sicherlich ein paar Tage, um uns in der neuen Umgebung wieder wohl zu fühlen. Die Vorfreude steigt. Hoffentlich können wir bald unsere Büros einräumen und versuchen, sie so gut wie möglich wohnlich zu machen. Bei all dem ist Geduld gefragt, wahrlich.

Adolph Kolping gibt uns ein schönes Wort mit auf den Weg. “Die Hauptsache ist, daß man selbst den Mut nicht sinken läßt, daß man die Geduld nicht verliert, sich in der Treue an der Sache nicht wankend machen läßt.” (KS 2, S.169)

Dies gilt für alle Bereiche unseres Lebens, auch in einer Situation des Umzugs.

So wünsche ich euch allen, dass ihr in eurem Leben immer mehr lernt, mit Geduld an Sachen heranzugehen, die wie ein großer Berg vor uns liegen. Mit Gottes Hilfe können wir dies schaffen.

Mit herzlichen Kolpinggrüßen

Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses