Gruppenleiter­kurse

Für ehrenamtliche Gruppenleiter/innen in der Kinder- und Jugendarbeit bieten wir jedes Jahr Gruppenleiterschulungen an. Es gibt auf Diözesanebene zwei Gruppenleiterkurse, deren Inhalte alle Informationen beinhalten, die zum Leiten einer Gruppe nützlich, hilfreich und unablässig sind.

Unsere Kurse werden von unseren geschulten und erfahrenen Schulungsteamern durchgeführt. Dabei ist es egal, ob zuerst der Gruppenleiterkurs A im Frühjahr oder der Gruppenleiterkurs B im Herbst besucht wird.

Außerdem finden auch diverse Gruppenleiterschulungen in den einzelnen Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden statt, da das Schulungsteam auch für individuelle Kurse angefragt werden kann.

Weitere Infos dazu gibt’s hier: https://www.kolpingjugend-regensburg.de/über-uns/teams-und-arbeitskreise/schulungsteam/

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2021 Gruppenleiterkurs A

Erster digitaler Juleica-Kurs der Kolpingjugend
Digitaler Gruppenleiterkurs A von 11. bis 13.06.2021

„Auf keinen Fall wieder absagen“ war die klare Meinung des Schulungsteams der Kolpingjugend DV Regensburg zum Thema Gruppenleiterkurse. Schließlich stellen diese einen der Schwerpunkte der Verbandsarbeit dar, und nachdem pandemiebedingt im vergangenen Jahr kein Gruppenleiterkurs stattfinden konnte, sollte dies heuer auf keinen Fall erneut passieren.

Da zum Planungszeitpunkt der ersten Juleica-Schulung, dem sogenannten A-Kurs, noch keine weitreichenden Lockerungen in Sicht waren, wurde dieser nun vom 11. bis 13.06.2021 als Online-Kurs angeboten. Es war somit also der erste digitale Grundlagenkurs unter Juleica-Standards.

Die vier Leiter des Kurses, Philipp Heidenkampf, Markus Hölzl, Christina Eder und Katharina Wagner profitierten dabei in den Vorbereitungen durchaus von den Erfahrungen, die sie sich mittlerweile in zahlreichen Online-Veranstaltungen des DVs angeeignet hatten. So wurde der Kurs unter anderem mit einem interaktiven Whiteboard gestaltet, welches das Ganze abwechslungsreicher und interessanter machen sollte.

Damit dieses Vorhaben erreicht wurde und die acht Teilnehmer, die aus der gesamten Diözese kamen, gut mit diesem sowie den weiteren Tools zurechtkamen, gab es am Freitag zunächst eine Einführung in die Technik. Anschließend wurden noch ein paar (Kennenlern-)Spiele gespielt, die als Eisbrecher dienten und dafür sorgten, dass die Teilnehmer, die sich untereinander nur teilweise kannten, mehr über die anderen erfuhren.

Am Samstag wurde nach einem kurzen Morgenimpuls, mit den thematischen Inhalten gestartet. Die Teilnehmer erfuhren und erarbeiteten unter anderem etwas zum idealen Gruppenleiter, unterschiedlichen Führungsstilen sowie der Planung und Gestaltung einer Gruppenstunde, bevor es dann am Nachmittag mit dem Block zur Entwicklungspsychologie weiterging. Zwischendurch gab es dabei aber auch stets genügend Pausen sowie kurze Bewegungseinheiten und kleine Spiele zur Auflockerung.

Zu guter Letzt wurde am Sonntag noch eine Einheit zu den gruppendynamischen Rollen durchgeführt sowie ein weiteres digitales Spiel gespielt, welches sich auch für eine Online-Gruppenstunde anbietet.

Dann war der erste digitale Juleica-Kurs der Kolpingjugend auch schon wieder zu Ende und alle zeigten sich durchaus zufrieden mit der Premiere. Zwar klappte noch nicht alles reibungslos und es herrschte auch Konsens darüber, dass ein solches Angebot nicht an eine Präsenzveranstaltung herankommt, allerdings überwiegten dennoch klar die positiven Rückmeldungen.

Und ganz entscheidend ist zusätzlich eines: Der Kurs fand statt und wurde nicht wieder abgesagt. Darüber war das Schulungsteam besonders froh.

Für den Bericht: Philipp Heidenkampf

 

2021 Gruppenleiterkurs C

Das N in Kolping steht für Nachhaltigkeit?!
Digitaler Gruppenleiterkurs C von 15. bis 16.05.2021

Wie kann ich meinen Alltag nachhaltiger gestalten? Diese Frage und viele weitere Themen rund um das Thema Nachhaltigkeit begleiteten die 7 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Online-Gruppenleiterkurses unter der Leitung von Michaela Baur, Thomas Woderer, Martin Hahn und Lukas Baur.

Vom 15. bis 16.05.21 vertieften die jungen Erwachsenen im Alter von 21 bis 24 ihr Wissen zu der Herkunft der Nachhaltigkeit, nachhaltiger Ernährung, Fakten oder Fakes zur Nachhaltigkeit und ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck. Überrascht war die Gruppe von dem notwendigen Wasser zur Herstellung einzelner Produkte, wie beispielsweise Kaffee, Gemüse oder T-Shirts.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich sehr über eine Überraschungsbox per Post, in der Materialien und Süßes für den Kurs enthalten waren. Wie immer bei Kolpingveranstaltungen kam der Spaß nicht zu kurz und mehrere Spiele zum Kursthema wurden zusammen online durchgeführt.

Verschiedene Gymnastikübungen nach den Pausen trugen zur Auflockerung und Aktivierung der gesamten Gruppe bei. Mehrere Onlinespiele, ein digitaler Wissensspeicher und ein digitales Whiteboard kamen während des Kurses zum Einsatz. Zudem wurden analoge Spiele auf Onlineformate umgewandelt und in den Online-Tools gemeinsam ausprobiert.

Highlight des Kurses war das gemeinsame Upcycling. Dabei wurden Dosenteelichter, Tetrapak-Geldbeutel und Bienenwachstücher gemeinsam aus benutzten Materialien hergestellt. Zum Abschluss des abwechslungsreichen Kurses ging es nochmal um konkrete Umsetzungsvorschläge für jeden Einzelnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprudelten vor Ideen für einen nachhaltigen Alltag. Hier wurden unter anderem Ideen wie beispielsweise die Verwendung von Zahnpasta-Tabletten, Besuch eines Unverpacktladens oder die Nutzung von Waschkugeln als Alternativen vorgestellt.

Am Ende des kurzweiligen Gruppenleiterkurses waren alle Beteiligten glücklich, an der Veranstaltung teilgenommen zu haben und selbst noch mehr einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten zu können.

Für den Bericht: Martin Hahn

 

2019 Gruppenleiterkurs B

Vom 08. bis 10. November fand auch dieses Jahr wieder unser Gruppenleiterkurs B in der Jugendbildungsstätte Windberg statt. Unter der Leitung von Michaela Baur, Markus Hölzl und Korbinian Kroiss wurden den insgesamt 16 Teilnehmenden im Alter von 15 bis 26 Jahren die Grundlagen für die Jugendarbeit vor Ort nähergebracht.

Neben der gemeinsamen Erarbeitung der Kursregeln stand natürlich auch ein kurzes Kennenlernen auf dem Programm. Beim Quiz „Eins, zwei oder Drei“ wurden den neuen und angehenden Gruppenleiter/innen das Leben und Werk Adolph Kolpings sowie der Verbandsaufbau und die Strukturen kirchlicher Jugendarbeit im Allgemeinen spielerisch vermittelt. Außerdem wurden die zugrundeliegenden Werte erarbeitet. Im Laufe des Wochenendes standen zudem noch Themen wie Prävention von (sexualisierter) Gewalt, Jugendschutz, Aufsichtspflicht oder auch Tipps zur Planung einer Gruppenstunde auf der Tagesordnung. Die Inhalte wurden oft spielerisch vermittelt und selbstständig erarbeitet.

Das Chaosspiel sowie viele weitere abwechslungsreiche Gruppenspiele zwischen den Themenblöcken lockerten den Kurs auf und sorgten dafür, dass die Teilnehmer/innen Anregungen und Ideen für die Arbeit und Gruppenstunden vor Ort erhielten. Die Abende klangen bei altbekannten und neuen Brettspielen, Gitarre und Gesang oder einfach nur bei guten Unterhaltungen aus. Am Sonntagvormittag wurde der Aufbau eines Gottesdienstes besprochen. Dabei wurde besonders auf die Möglichkeiten eingegangen, einen Gottesdienst frei zu gestalten und mit eigenen Mitteln besonders interessant für die junge Zielgruppe umzusetzen.

Es folgte die Reflexion des Kurses mit der Möglichkeit, dem Leitungsteam Feedback mit auf den Weg zu geben. Dieses zeigte sich erfreut über die fleißige und kreative Mitarbeit der (angehenden) Gruppenleiter/innen über das komplette Wochenende, auch bei teils schwierigen Themen. Es kann auf ein erfolgreiches, abwechslungsreiches, informatives und lustiges Wochenende zurückgeblickt werden, bei dem den (neuen) Gruppenleiter/innen sowohl viel theoretisches Wissen, aber auch zahlreiche praktische Tipps für die Jugendarbeit vor Ort mit auf den Weg gegeben wurden.

Für den Bericht: Korbinian Kroiss

2019 - Gruppenleiterkurs C - Erlebnispädagogik

Raus aus dem immer gleichen Arbeitsalltag und der eigenen Komfortzone und auf ins Abenteuer. Dieses Motto begleitete die 12 Teilnehmenden des Gruppenleiterkurses C unter der Leitung von Martin Hahn und Lukas Baur durch ein ereignisreiches Wochenende in der wunderschönen Umgebung des Kolpinghauses Lambach. Unter dem Schirmthema „Erlebnispädagogik“ hatten die Teilnehmer vom 17.-19.05.19 ausgiebig Zeit, sich mit ihren persönlichen Grenzen, der eigenen Lebenswelt und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzten und einen neuen Blick auf Altbekanntes zu wagen.

Im Anschluss an das gemeinsame Abendessen nach der Ankunft in Lambach wurden die Stunden bis zur Nachtruhe mit ersten Kennlern- und Vertrauensspielen, sowie anderen Übungen, bei denen Spontanität und Kreativität unter Beweis gestellt werden mussten, verbracht. Darüber hinaus wurden die Erwartungshorizonte der Teilnehmer und Leiter, sowie die gemeinsamen Grenzen und Regeln abgesteckt. Der theoretische Input zum Thema „Erlebnispädagogik“ und „Komfortzone“ bereitete die Gruppe abschließend auf den ereignisreichen nächsten Tag vor.

Gleich nach dem Frühstück am Samstagmorgen ging es mit Lunchpaketen und einer großen Portion Motivation bewaffnet auf zur großen Wanderung zum nahegelegenen „Großen Osser“. Auf dem steinigen Weg zum Ziel trafen die Teilnehmenden auf allerlei Hindernisse, die gemeinsam überwunden werden mussten. Ob es darum ging, „giftige Flüsse“ zu überqueren, sich blind im Wald zurechtzufinden oder Verletzte zu transportieren – die jungen Erwachsenen meisterten jede Herausforderung und lernten im Team eigene Grenzen zu überwinden und den Wert jedes einzelnen Teammitgliedes anzuerkennen.

Als die Gruppe sich schließlich bis zum Gipfelkreuz vorgekämpft hatte, wurde die atemberaubende Aussicht gewürdigt und es herrschte große Erleichterung darüber, nach dem anstrengenden Aufstieg am Ziel angekommen zu sein. Zurück im Ferienhaus setzte sich die Gruppe nach einer wohlverdienten Pause mit den Themen Autorität und Motivation auseinander und erarbeitete verschiedene Strategien, um sich in der Gruppe zu behaupten, sowie Tipps und Tricks um sich selbst und andere im Gruppenalltag immer wieder aufs Neue zu begeistern. Wer bei der Osserwanderung noch nicht an seine Grenzen geraten war, wurde bei den actionreichen Teamspielen noch einmal gefordert, bevor es zum gemütlichen Beisammensein ins Stüberl ging.

Am Sonntag wurde es nach einer kurzen Spielerunde und Impulsen zum Wachwerden dann nochmal etwas ernster, als sich die Gruppenleiter mit den Themen Diskriminierung und Solidarität auseinandersetzen, sowie in verschiedene Rollen schlüpfen und ihren eigenen Platz in der Gesellschaft aus einer neuen Perspektive betrachten konnten. Nach ausgiebiger Reflexion und einer herzlichen Abschiedsrunde sagten die Teilnehmer auf Wiedersehen und brachen mit neuen Erfahrungen, Ideen und auch dem ein oder anderen nachdenklichen Impuls in Richtung Heimat auf.

Für den Bericht: Franziska Wagensonner

2019 - Gruppenleiterkurs A

Der erste Gruppenleiterkurs im Jahr 2019 fand in Ensdorf vom 22.03. – 24.03.2019 statt. Er umfasste knapp 20 Mädels und Jungs unter der Leitung von Martin Hahn, Anja Brettner, Christina Eder und Christian Brünsteiner. Der Freitag begann neben Kennenlernspielen und organisatorischen Inputs mit ersten inhaltlichen Basics. Hier wurden den Teilnehmern unter anderem der Aufbau einer Gruppenstunde und die verschiedenen Führungsstile nähergebracht.

Der Samstag zeigte sich von seiner sonnigen Seite. So wurde viel Zeit im Freien verbracht: Bewegungseinheiten und Spiele lockerten die inhaltlichen Teile auf. So konnte auch der Gruppenzusammenhalt gestärkt werden. Die praxiserfahrene Gruppe setze sich mit Gruppenstundenideen und Rollen in Gruppen spielerisch und mit abwechslungsreichen Methoden auseinander. Bei der „Fotoralley“ über das gesamte Gelände in der Jugendbildungsstätte Ensdorf und zahlreichen erlebnispädagogischen Spielen konnte das schöne Wetter ausgenutzt werden. Dabei lag der Fokus besonders darauf, mit wenig Materialaufwand spontane Spiele mit Gruppen umsetzen lernen.

Zudem bekam die Gruppe eine Vielzahl an Aufteilungsspiel-Variationen an die Hand. Die durchgeführten Spiele wurden stets mit der Gruppe im Nachhinein „kritisch“ hinterfragt und Rahmenbedingungen wie Zielgruppe, Einsatzbereich, sowie mögliche Gefahrenpotentiale und Variationsmöglichkeiten der Spielidee durchgesprochen. Außerdem wurden alle Sinne beansprucht, und die Teilnehmenden bekamen unterschiedliche Methoden und Spiele für verschiedene Einheiten mit allen Sinnen vermittelt. Dabei wurde viel gelacht und verschiedene Teilnehmer wagten sich aus ihrer Komfortzone heraus und probierten Neues aus.

Auch religionspädagogische Inputs durften nicht fehlen. So sollten die Jugendlichen am Sonntag verschiedene Bibelstellen modern inszenieren. Den Abschluss bildeten eine Fotopräsentation mit den Ergebnissen der Fotoralley und eine abschließende Reflexion, in der Feedback an das Leitungsteam gegeben werden konnte. Während des gesamten Wochenendes nahmen die Teilnehmer das Angebot in Anspruch spezielle Themen der Praxis mit den Betreuern zu besprechen. Ebenfalls gingen zwei Teilnehmer das Experiment ein, ein Wochenende „offline“ ohne Handy auszukommen. Beim gemeinsamen Mittagessen gab es noch ausreichend Zeit, das Wochenende Revue passieren zu lassen, bevor sich alle wieder auf dem Weg nach Hause machten.

für den Bericht: Martin Hahn